Bewertung und Kritik zu
THE SHINING – Theater Regensburg
Premiere: 9. Mai 2026
Musik: Paul Moravec
Libretto: Mark Campbell
Musikalische Leitung: Stefan Veselka
Inszenierung: Sebastian Ritschel
Bühne: Sam Madwar
Kostüme: Barbara B. Blaschke
Videodesign: Sam Madwar
Dramaturgie: Ronny Scholz
Mit: Carl Rumstadt, Theodora Varga, Vitus Heumüller, Luke Sebö, Aubrey Allicock, Carlos Moreno Pelizari, George Kounoupias, Konstantin Igl, Rahel Brede, Sophie Bareis u.v.a.
Über die Inszenierung
Sebastian Ritschel bringt die Opernfassung von The Shining basierend auf Stephen Kings ikonischem Horrorroman – als psychologisch präzises, visuell überwältigendes Musiktheater auf die Bühne. Die Inszenierung konzentriert sich weniger auf Schockmomente als auf die innere Zerrüttung der Figuren und die unheimliche Atmosphäre des Overlook Hotels, das als eigener, bedrohlicher Organismus erscheint.
Sam Madwars Bühne und Videodesign schaffen eine labyrinthische, klaustrophobische Welt, in der Realität, Erinnerung und Wahn ineinanderfließen. Barbara B. Blaschkes Kostüme verstärken die zeitliche und psychologische Verschiebung, während Stefan Veselka das Orchester durch Moravecs vielschichtige, spannungsgeladene Partitur führt. Die Inszenierung nutzt filmische Mittel, chorische Elemente und musikalische Verdichtung, um die Spirale des Wahnsinns erfahrbar zu machen.
Ensemble
- Carl Rumstadt – Jack Torrance
- Theodora Varga – Wendy Torrance
- Vitus Heumüller – Danny Torrance
- Luke Sebö – Danny Torrance (Schatten)
- Aubrey Allicock – Dick Hallorann
- Carlos Moreno Pelizari – Stuart Ullmann / Lloyd
- George Kounoupias – Delbert Grady
- Konstantin Igl – Bill Watson
- Rahel Brede – Mrs Massey
- Sophie Bareis – Mrs Grady
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine Opernadaption eines modernen Horror‑Klassikers
- eine visuell dichte, filmisch inspirierte Bühnenästhetik
- ein psychologisch fokussierter Zugriff auf Wahnsinn, Isolation und familiäre Dynamiken
- ein Ensemble, das zwischen Realismus und Albtraumhaftigkeit agiert
- eine Partitur, die Spannung, Atmosphäre und emotionale Tiefe verbindet
Die Produktion untersucht, wie Isolation, Angst und innere Dämonen eine Familie zerstören – und wie Musiktheater die psychologische Dimension des Horrors auf neue Weise erfahrbar macht.




