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Love me tender

Bewertung und Kritik zu

LOVE ME TENDER – Münchner Kammerspiele

Premiere: 16. Januar 2026, Therese-Giehse-Halle
Nach dem Roman von: Constance Debré
Regie: Felicitas Brucker
Mit: Katharina Bach, Jelena Kuljić, Annette Paulmann

Über die Inszenierung

Felicitas Brucker bringt Constance Debrés autobiografisch geprägten Roman als intensives, körperlich-präzises Schauspiel auf die Bühne. Die Inszenierung konzentriert sich auf die radikale Selbstbefragung der Protagonistin: Fragen nach Identität, Begehren, Mutterschaft, Freiheit und der Entscheidung, ein Leben konsequent nach eigenen Maßstäben zu führen.

Die Therese-Giehse-Halle wird zu einem offenen, direkten Spielraum, in dem Sprache, Körper und Rhythmus gleichberechtigt wirken. Brucker arbeitet mit klaren Setzungen, die die Zerrissenheit, Härte und zugleich poetische Kraft des Textes sichtbar machen. Die Darstellerinnen wechseln zwischen erzählerischen, performativen und emotional verdichteten Momenten, wodurch die innere Bewegung der Figur körperlich erfahrbar wird.

Ensemble

  • Katharina Bach
  • Jelena Kuljić
  • Annette Paulmann

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine radikale, körperlich präzise Auseinandersetzung mit Identität und Selbstbestimmung
  • eine klare, reduzierte Bühnensprache, die Text und Präsenz in den Mittelpunkt stellt
  • ein Ensemble, das zwischen Erzählung, Performance und emotionaler Verdichtung wechselt
  • eine Inszenierung, die Debrés autobiografische Direktheit in eine theatrale Form überführt
  • ein Spielraum, der Intimität, Härte und poetische Offenheit zugleich ermöglicht

Die Produktion untersucht, wie radikale Ehrlichkeit, persönlicher Aufbruch und soziale Erwartungen miteinander kollidieren und welche Kraft aus der konsequenten Selbstbehauptung der Protagonistin entsteht.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Oratorium mit drei energiegeladenen Spielerinnen
19 Tage her.
Kritik

Dieser wütende, autofiktionale Roman elektrisiert Theater- und Filmemacherinnen. Nach einer Verfilmung mit Vicky Krieps und einem Solo im Roten Salon der Volksbühne von Marie Rosa Tietjen adaptierte auch Felicitas Brucker „Love me tender“ von Constance Debré für die Münchner Kammerspiele. 

Allerdings könnte ein Text kaum weiter weg von Theatralität und Bühnentauglichkeit als dieser lange Reflexions-Monolog über den Ausbruch von Debré, Enkelin eines französischen Premiers, aus ihrem Leben als erfolgreiche Anwältin und Ehefrau. Sie rechnet in kalten, analytischen Sätzen mit Bourgeoisie und Patriarchat ab, stürzt sich in lesbische One Night Stands, aus denen selten eine Affäre, nie eine Bindung wird, stählt ihren Körper beim täglichen Schwimm-Training und liefert sich einen Sorgerechtsstreit um den Sohn Paul mit dem Ex.

Als Oratorium mit drei Spielerinnen legt Felicitas Brucker, die mit ihrer Münchner „Nora“-Inszenierung zum Theatertreffen 2023 eingeladen war, an. Das Trio versammelt sich im Kreis und stimmt das „Kyrie eleison“ an. Verloren wirken sie auf der kargen Bühne der Therese-Giehse-Halle, nur ein paar Videoscreens für hin und wieder eingespielte Schwimm-Szenen, die Neonröhren und ein Pendel markieren Viva Schudts Bühnenraum.

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