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Die Walküre

Bewertung und Kritik zu

DIE WALKÜRE – Oper Köln

Premiere: 29. März 2026
Komponist: Richard Wagner
Musikalische Leitung: Marc Albrecht
Inszenierung: Paul‑Georg Dittrich
Bühne: Pia Dederichs, Lena Schmid
Kostüme: Mona Ulrich
Licht: Andreas Grüter
Video: Robi Voigt
Videoassistenz: Caroline Weyers
Dramaturgie: Svenja Gottsmann
Orchester: Gürzenich‑Orchester Köln

Über die Inszenierung

Paul‑Georg Dittrichs „Walküre“ setzt auf eine bildstarke, filmisch gedachte Erzählweise, die Wagners Familiendrama als Konflikt zwischen Mythos, Macht und emotionaler Verletzlichkeit inszeniert. Die Regie arbeitet mit einer fragmentierten, multiperspektivischen Bildsprache, die innere Zustände der Figuren sichtbar macht und die Handlung in eine hybride Welt aus Realismus, Symbolik und digitaler Überlagerung verlegt.

Die Bühne von Pia Dederichs und Lena Schmid schafft einen Raum, der zwischen Naturmetaphern, Zerfallsästhetik und technologischen Projektionen changiert. Die Videos von Robi Voigt erweitern den Bühnenraum in surreale, atmosphärisch dichte Ebenen. Mona Ulrichs Kostüme verbinden archaische Elemente mit zeitgenössischen Silhouetten und betonen die emotionale und soziale Zerrissenheit der Figuren. Marc Albrecht formt mit dem Gürzenich‑Orchester einen Klang, der dramatische Wucht, lyrische Intensität und präzise Transparenz verbindet.

Ensemble

  • Siegmund — Daniel Johansson
  • Hunding — Tijl Faveyts
  • Wotan — Jordan Shanahan
  • Sieglinde — Astrid Kessler
  • Brünnhilde — Trine Møller
  • Fricka — Bettina Ranch
  • Helmwige — Emily Hindrichs
  • Gerhilde — Kristi Anna Isene
  • Ortlinde — Claudia Rohrbach
  • Waltraute — Regina Richter
  • Siegrune — Alicia Grünwald
  • Roßweiße — Johanna Thomsen
  • Grimgerde — Tina Drole
  • Schwertleite — Adriana Bastidas‑Gamboa

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine filmisch‑assoziative Bildsprache, die Mythos und Gegenwart verschränkt
  • ein Bühnenraum, der Natur, Zerfall und digitale Ebenen miteinander verbindet
  • eine musikalische Interpretation, die dramatische Kraft und lyrische Transparenz vereint
  • ein Ensemble, das psychologische Tiefe und vokale Präsenz verbindet
  • eine Regie, die familiäre Konflikte, Machtstrukturen und emotionale Brüche neu akzentuiert

Die Produktion untersucht, wie Wagners Figuren zwischen göttlicher Ordnung, persönlicher Verantwortung und emotionaler Rebellion zerrieben werden und welche zeitgenössische Relevanz aus diesem Spannungsfeld entsteht.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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2 Stunden her.
Kritik

''Es gibt so einige Unstimmigkeiten. Das Bühnenbild von Pia Dederichs & Lena Schmid leidet an einer Tendenz zur Überfrachtung. In Akt 1, wenn Sieglinde und Siegmund sich vor Hundings Hütte begegnen, befinden wir uns in einem sehr dunklen Wald, neben der Bühne rechts und links Videoleinwände, auf die Überwachungsaufnahmen projiziert werden, die Geschehnisse auf der Bühne aus einer anderen Perspektive zeigen oder Abläufe sichtbar machen, die vom Zuschauerraum nicht einsehbar sind. Portalmittig steht ein Baum. In ihm steckt deutlich für alle sichtbar ein Schwert, allerdings wird dessen tatsächlicher Gebrauch auf später verschoben. Und auch im Bühnenbild des dritten Aktes, einer Art Krankenhaussetting bei Wotan und Fricka zu Hause, sind alle Beteiligten im Laufe der Szene damit beschäftigt, Gegenstände zur Seite zu räumen, um Spielraum zu schaffen.

Am stärksten ist die Inszenierung von Paul-Georg Dittrich, wenn sie zur Ruhe findet: Wotan und Brünnhilde sitzen an der Rampe, Sieglinde und Siegmund liegen, von der Überwachungskamera eingefangen, nebeneinander auf dem Boden und haben einander an der Hand gefasst. Fricka in einem stummen Vorspiel zum zweiten Akt, in dem deutlich wird, dass auch sie Wotan ein Kind gebären möchte, aber auch dieses Mal ist sie nicht schwanger. Sicherlich ist auch die Personenregie ein Plus, aber wenn sich Personen in einem sehr vollgestellten Raum bewegen sollen, gerät das Ganze an seine Grenzen. Und manches wirkt szenisch schlicht unbeholfen: Sieglinde, die mit einem Beil ihren Mann erschlagen möchte, aber keine Entschlossenheit in ihre Schläge bringt, oder der Kampf zwischen Siegmund und Hunding.'' schreibt Karoline Bendig am 2. April 2026 auf KULTURA-EXTRA

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