Bewertung und Kritik zu
WAS IHR WOLLT – Theater Koblenz
Premiere: 25. April 2026, Theaterzelt
Inszenierung: Markus Bothe
Bühne & Kostüme: Regina Lorenz-Schweer
Musik: Johannes Bartmes
Dramaturgie: Andreas Wahlberg
Dramaturgische Mitarbeit: Jan Stephan Schmieding
Licht: Christofer Zirngibl
Theaterpädagogik: Andrea Caroline Junglas
Mit: Jakob Mühe, Sarah Waldner, Jan Sabo, Reinhard Riecke, Paula Charlotte Schindler, Dorothee Lochner, Julian M. Boine, Christof Maria Kaiser, Thomas Schweiberer, André Wittlich, Marcel Hoffmann, Johannes Bartmes (Tasten), Michael Koschorreck (Saiten), Andreas Eichenauer (Schlagwerk)
Über die Inszenierung
Markus Bothe inszeniert Shakespeares „Was ihr wollt“ als lebendige, musikalisch geprägte Komödie, die Identitätsverwechslungen, Liebeswirren und soziale Maskenspiele mit großer Spielfreude entfaltet. Die Inszenierung betont die Leichtigkeit des Textes, ohne die melancholischen Untertöne zu übergehen, die Shakespeares Komödien oft durchziehen.
Regina Lorenz-Schweers Bühne und Kostüme schaffen eine farbenreiche, wandelbare Welt, in der die Figuren zwischen Rollen, Geschlechtern und gesellschaftlichen Erwartungen changieren. Johannes Bartmes’ Live-Musik verleiht dem Abend rhythmische Energie und begleitet die emotionalen und komischen Momente präzise. Bothe setzt auf ein Ensemble, das mit körperlicher Präsenz, Humor und feiner Textarbeit überzeugt.
Ensemble
- Jakob Mühe – Orsino
- Sarah Waldner – Viola
- Jan Sabo – Sebastian
- Reinhard Riecke – Antonio
- Paula Charlotte Schindler – Olivia
- Dorothee Lochner – Maria
- Julian M. Boine – Sir Toby Rülps
- Christof Maria Kaiser – Sir Andrew Leichenwang
- Thomas Schweiberer – Malvolio
- André Wittlich – Fabian
- Marcel Hoffmann – Narr
- Johannes Bartmes – Tasteninstrumente
- Michael Koschorreck – Saiteninstrumente
- Andreas Eichenauer – Schlagwerk
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine musikalisch geprägte, rhythmisch lebendige Shakespeare-Komödie
- ein Ensemble, das mit Humor, Präzision und körperlicher Präsenz überzeugt
- eine farbenreiche, wandelbare Bühne, die Identitätswechsel sichtbar macht
- Live-Musik als dramaturgisches Element, das Szenen strukturiert und verstärkt
- eine Inszenierung, die Leichtigkeit und Melancholie fein austariert
Die Produktion untersucht, wie Menschen Rollen spielen, sich hinter Masken verbergen und dennoch nach echter Nähe suchen – und zeigt, warum Shakespeares Komödie bis heute so unerschöpflich lebendig bleibt.




