Corona-Passionsspiele

Bewertung und Kritik zu

CORONA-PASSIONSSPIELE
Ein Distanzkonzert von Nicolas Stemann & Ensemble
Premiere: 15. Oktober 2020 
Schauspielhaus Zürich

Zum Inhalt: 14 Wochen Lockdown, 14 Songs = 1 Passionsspiel: Nach der Sommerpremiere im Juni performt Nicolas Stemann sein musikalisches Pandemie-Tagebuch zusammen mit einer Ensemble-Band im Herbst erneut in der Schiffbau-Halle. Die Corona Passionsspiele zeigen analog zu den Stationen des Kreuzweges von Jesus eine moderne Leidensgeschichte der Menschheit zu Zeiten von Corona auf: Isolation, Einsamkeit, Trennung der Generationen, Verletzlichkeit, Verschwörungen, Wut und Ungewissheit. Sechs neue Lieder hat Stemann für die Herbst-Ausgabe Vol. 2 komponiert.

Mit Alicia Aumüller, Tabita Johannes, Michael Neuenschwander, Matthias Neukirch, Karin Pfammatter, Sebastian Rudolph, Lena Schwarz, Luisa Stemann, Renzo Spotti, Lukas Vögler, Jojo Büld, Sebastian Harder, Titilayo Adebayo, Olivia VermeulenInszenierung: Alexander Giesche

Inszenierung & Komposition: Nicolas Stemann
Ausstattungsleitung & Kostüme: Marysol del Castillo
Bühne: Eva Willenegger
Musikalische Einstudierung & Einrichtung_ Jojo Büld
Schlagzeug: Christian Szyska
Video & Kamera: Emma Lou Herrmann
Videomeister: Andi A. Müller
Licht: Carsten Schmidt
Dramaturgie: Fadrina Arpagaus


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Musikalisch-kabarettistische Revue
  · 27.11.20
Mit ein paar Songs, die Nicolas Stemann, Co-Intendant des Schauspielhauses Zürich nebenher im ersten Lockdown komponierte, während er vor allem damit beschäftigt war, die Maschinerie des geschlossenen Theaters am Laufen zu halten, begann diese Erfolgsgeschichte. Die „Corona-Passionsspiele“ entwickelten sich als „work in progress“ zu einer ebenso klugen wie witzigen Reflexion über den Ausnahmezustand der Pandemie. Mitten im zweiten Lockdown, der mit einigen Wochen Verzögerung auch in der Schweiz beschlossen wurde, hatte am 21. Januar 2021 die Winter-Ausgabe, „Corona-Passionsspiele Vol. 3“, Premiere – wie immer live aus dem Zürcher Schiffbau und mit Nicolas Stemann am Klavier. Auch wenn manchmal das Prinzip „Reim Dich oder ich fress Dich“, aber die Songs bauen klug chronologisch und dramaturgisch aufeinander auf.

Mit scharfer Kritik, Spielfreude und Witz sind die „Corona“-Passionsspiele“ einer der interessantesten Produktionen dieser ungewöhnlichen Spielzeit und gerade in ihrem „Work in Progress“-Charakter ein spannendes Zeitdokument.

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