Tragödienbastard



    Bewertung und Kritik zu

    TRAGÖDIENBASTARD 
    von Ewe Benbenek
    Regie: Florian Fischer 
    Premiere: 30. Oktober 2020 
    Schauspielhaus Wien 

    Zum Inhalt: Wie kann man über Erfahrungen, Verletzungen und Geister in der eigenen Biografie sprechen, die sich einfachen Erklärungen entziehen? Wie von sich erzählen, jenseits der »migrantisch-authentischen Story« und des gesellschaftlichen Skripts? Ewelina Benbeneks Stück ist ein polyfoner Text aus Familienerinnerungen und dem wütenden Gedankenstrom einer um ihre Sprache und ihren Platz in der Welt ringenden Protagonistin. Mit ihren »chosen sisters«, die herausschreien, »dass wir Fotzen sind, und Migrantenfotzen obendrauf, die hier in voller Pracht erscheinen, Fotzen, die Superkräfte haben«, streift sie durch die Nacht und entwirft Satz für Satz Räume, in denen »der Pass, der schöne Pass, der schöne rote Pass« nicht mehr so wichtig ist.

    Mit Clara Liepsch, Til Schindler, Tamara Semzov

    Regie: Florian Fischer
    Bühne: Lili Anschütz
    Kostüme: Henriette Müller
    Musik: Rosa Anschütz
    Video: Lili Anschütz
    Dramaturgie: Lilly Busch, Tobias Schuster
    Licht: Oliver Mathias Kratochwill
    Ton: Benjamin Bauer
    Regieassistenz: Christina Ulrich

    TRAILER


    WIR EMPFEHLEN

    4.0 von 5 Sterne
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    Wut-Oratorium mit diverser Besetzung
    1 year ago
    Kritik
    Die erdrückende Enge und das Gefühl der Fremdheit werden in der ersten Stunde des Stücks quälend spürbar, da Uraufführungs-Regisseur Florian Fischer das Schauspieler*innen-Ensemble in ein streng stilisiertes Regiekonzept zwängt, das stark an die Arbeiten von Susanne Kennedy erinnert. Der Text wird nur per Schriftband eingeblendet oder kommt aus dem Off, die drei Generationen, die sich in einem tristen Wohnzimmer treffen (Bühne: Lilli Anschütz), haben sich hinter Masken verschanzt und tragen Einheitslook (Kostüme: Henriette Müller). Die erdrückende Enge und das Gefühl der Fremdheit werden in der ersten Stunde des Stücks quälend spürbar, da Uraufführungs-Regisseur Florian Fischer das Schauspieler*innen-Ensemble in ein streng stilisiertes Regiekonzept zwängt, das stark an die Arbeiten von Susanne Kennedy erinnert. Der Text wird nur per Schriftband eingeblendet oder kommt aus dem Off, die drei Generationen, die sich in einem tristen Wohnzimmer treffen (Bühne: Lilli Anschütz), haben sich hinter Masken verschanzt und tragen Einheitslook (Kostüme: Henriette Müller). Weiterlesen
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