EWIGE 80er

Bewertung und Kritik zu

EWIGE 80er
von Jan Machacek und Oliver Stotz
Premiere: 7. Februar 2021 
brut Wien

Zum Inhalt: EWIGE 80er ist ein performatives Video, das eine Zeit aufs Korn nimmt, in der die Angst vor einer nuklearen Katastrophe wuchs und in der sich nach der Aufbruchsstimmung der 1960er- und 70er-Jahre im kapitalistischen Westen ein konservativer Backlash formierte. Jan Machacek und Oliver Stotz erwecken jene Zeit zum Leben und fragen, was den Geist der 80er-Jahre mit unserer heutigen Gesellschaft verbindet.

Idee, Video, Set-Design, Performance, Schnitt, Produktions-Leitung: Jan Machacek
Musik, Video, Performance, Video-Programming, Audio-Mastering, Schnitt: Oliver Stotz

Dramaturgi: Sabine Marte
Kamera: Victor Jaschke
Kostüme: Anke Philipp, Michaela Landrichter
Mitarbeit: Deborah Hazler, Frans Poelstra
Bauten: Rahmen Wallner

TRAILER


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Nostalgische 80er Revue mit noch zu oberflächlicher Politik-Analyse
  · 22.02.21
Als nostalgische Collage aus Erinnerungen an eine Kindheit im Österreich der 1980er Jahre ganz unterhaltsam: das Performance-Video spielt mit Zitaten aus Popkultur und Zeitgeschichte: von Pacman über a-ha bis zu den Waldheim-Protesten.

Die politische Analyse kommt etwas zu kurz. Das Duo wollte sich mit einer Zeit auseinandersetzen, "in der sich nach der Aufbruchsstimmung der 1960er- und 70er-Jahre im kapitalistischen Westen ein konservativer Backlash formierte". Dabei kommt es aber nicht über allgemein bekannte Tatsachen hinaus. Die Kritik, dass Reagan und Thatcher mit ihrer von der Chicago-Schule inspirierten radikalen Steuersenkungs- und Privatisierungspolitik dem Turbo-Kapitalismus der folgenden Jahrzehnte den Weg bereiteten, ist e auszubauensicher berechtigt. Es wäre spannend, hier weiter zu denken und das Video zu einer Lecture Performance auszubauen.
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