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    Das weite Land

    Bewertung und Kritik zu

    DAS WEITE LAND 
    von William Shakespeare
    Regie: Barbara Frey 
    Premiere: 2. September 2022 
    Akademietheater Wien

    Zum Inhalt: Zu Beginn von Schnitzlers Gesellschaftspanorama verstummt die Musik: Ein Pianist, der in der Villa des Glühbirnenfabrikanten Friedrich Hofreiter und dessen Frau Genia verkehrte, erschießt sich. Der Grund dafür gibt Anlass zu Spekulationen. Man vermutet, dass Hofreiter den jungen Musiker dazu aufgefordert hat, sich das Leben zu nehmen, nachdem er von dessen angeblicher Affäre mit Genia erfahren hatte. Doch Hofreiter behauptet, er hätte kein Problem mit einem Seitensprung gehabt. Im Gegenteil: Der „Macher“ und „Gründer“ der seriellen Produktion fordert Genia geradezu auf, fremdzugehen. In seinen Notizen skizziert Schnitzler, der Arzt und Diagnostiker seiner Zeit, den weiteren Verlauf in kurzen, präzisen Sätzen: „Seine Frau wird ihm schauerlich, todbringend. Er kann sie nicht mehr besitzen. Endlich wird er irrsinnig.“

    Mit scharfem Blick seziert Schnitzler eine Gesellschaft, deren Expansionsdrang und Sucht nach Vergnügen zuvorderst stehen: Freundschaften dienen den Geschäftsbeziehungen und zur Befriedigung erotischer Sehnsüchte werden Hotelketten in die kahle Felsenlandschaft der Dolomiten gestellt. Dabei wirken Hofreiters Glühbirnen wie der ironische Kommentar einer vermeintlich aufgeklärten und hellen Welt. Die Gespräche der privilegierten Gesellschaft über Seitensprünge und Liebesabenteuer werden zu Seismographen einer Katastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist.

    Regie: Barbara Frey
    Bühne: Martin Zehetgruber
    Mitarbeit Bühne: Stephanie Wagner
    Kostüme: Esther Geremus
    Musik: Josh Sneesby
    Licht: Rainer Küng
    Dramaturgie: Andreas Karlaganis

    5 von 5 Sterne
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    Zwei Mal Barbara Frey - 2
    7 months ago
    Kritik

    ''Die Figuren erscheinen, unterstrichen von der suggestiven Musik von Josh Sneesny, ehe der Dialog einsetzt, wie Gepenster hinter dem transparenten Vorhang, der sich erst vor der letzten Szene hebt.

    Auch die Sprechweise ist größtenteils zurückgenommen. Die Schnitzlersche Ironie kommt kühl daher, nüchtern, ohne „ironischen Ton“.

    Nichts deutet auf 1910, aber auch die Gegenwart wird nicht aufdringlich beschworen.

    Der dritte Akt im Hotel am Völser Weiher, in dem der Titel des Stücks genannt wird, wurde fast vollständig gestrichen. Welche Funktion die Doppelrolle von Bibiana Beglau als Anna Meinhold-Aigner und deren Mann erfüllen soll, hat sich mir nicht erschlossen.'' schreibt Thomas Rothschild am 15. Oktober 2023 auf KULTURA-EXTRA

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