Theaterhaus Stuttgart



Bewertung und Kritik zu

Nederlands Dans Theater - NDT1

Bewertung und Kritik zu

Nederlands Dans Theater - NDT1 
Forsythe/Goecke/Sharon Eyal & Gai Behar
Deutschland-Premiere: 9. Juli 2022 
Theaterhaus Stuttgart

Zum Inhalt: Mit einem brandneuen Stück und zwei Klassikern kehrt die Legende nach Stuttgart zurück. Vor zwei Jahren feierte das Nederlands Dans Theater sein 60-jähriges Bestehen, auch unter der neuen Direktorin Emily Molnar geht diese berühmteste aller modernen Ballettkompanien unbeirrbar weiter ihren Weg: Sie zeigt so viele Uraufführungen wie nur möglich, entdeckt Choreographen und macht viele von ihnen zu Klassikern. William Forsythe, den radikalsten unter den Balletterneuerern, ehrt das NDT in dieser Spielzeit mit einem dreiteiligen Abend.

Zwanzig Metalltische rasen in One Flat Thing, reproduced donnernd aufs Publikum zu – inspiriert von treibenden Eisbergen lässt Forsythe die Tänzer gefährlich über die Kanten schwingen, setzt wilde und riskante Bewegung gegen die geometrisch-starre Ordnung. Unendlich traurige Geister treffen wir in Marco Goeckes neuestem Werk fürs NDT: In I love you, ghosts erinnern sie sich an vergangene Ballette, früheres Leid. Grotesk, manchmal maschinenhaft pulsieren die schrillen Stücke der israelischen Choreographin Sharon Eyal. Bedroom Folk, entstanden in Zusammenarbeit mit Eyals Partner Gai Behar, bricht hypnotische Faszination durch ironisches Lachen – bei COLOURS zu erleben in einer Version, die so noch nie in Deutschland zu sehen war.

ANTI-BODY

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ANTI-BODY 
Alexander Whitley Dance Company
Premiere: 8. Oktober 2021 (DanceEast, Ipswich, GB) 
Deutschland-Premiere: 9. Juli 2022 
Theaterhaus Stuttgart

Zum Inhalt: Bits und Bytes flimmern im kalten Licht, dazwischen bewegen sich warme, wilde, expressive Körper: Der Brite Alexander Whitley, führender Technologie-Freak unter den Choreographen, tanzt durch digitale Welten und will wissen, was nach den Menschen kommt. Ist Leben ohne direktes Erleben möglich, können wir außerhalb unseres Körpers existieren? Kann man den Inhalt eines Gehirns auf einen Computerchip bannen? Die Pandemie hat die Digitalisierung unseres sozialen Zusammenlebens beschleunigt, Großkonzerne gründen virtuelle Welten und unsere körperliche Erfahrung wird dematerialisiert. Anti-Body untersucht, ob wir Menschen unsere Einzigartigkeit bewahren können oder irgendwann in einem Universum aus Algorithmen aufgehen. Motion-Capture-Punkte auf den Körpern der Tänzer*innen projizieren sie direkt in die virtuelle Welt, verfremden und überhöhen ihre Bewegungen – als Avatare zerstäuben die Menschen in einer Schönheit, die unheimlich ist…  

Kamuyot

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KAMUYOT 
Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart
Uraufführung: Juli 2003, Tel Aviv 
Stuttgart-Premiere: 26. Juni 2015 
Wiederaufnahme: 30. Juni 2022 
Theaterhaus Stuttgart

Zum Inhalt: Tanz hautnah und für alle: Mit „Kamuyot“ präsentiert Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart ein Erfolgsstück des israelischen Starchoreographen Ohad Naharin, das Jung und Alt begeistert. Allein das Setting ist ungewöhnlich. Keine klassische Bühnensituation, vielmehr eine lockere Turnhallen-Atmosphäre. Der gesamte Raum wird zur Bühne, das Publikum ist mitten im Geschehen und sitzt rings um die Tanzfläche, von wo auch die 14 Gauthier-Dance-Tänzerinnen und -Tänzer in die Vollen gehen: Getanzt wird zu Musik von Klassik bis Asia-Pop – verrückt und virtuos, beherzt und voller Überschwang! Ein unwiderstehliches Tanzvergnügen.

The Seven Sins

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THE SEVEN SINS 
von Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marco Goecke, Marcos Morau, Hofesh Shechter, Sasha Waltz
Premiere: 26. März 2022 
Theaterhaus Stuttgart 

Zum Inhalt: Unter Tanzfans lösen allein schon die Namen auf dem Besetzungszettel Bewunderung aus. Denn diese Produktion vereint die absolute Crème de la crème internationaler Choreograph*innen. Jede und jeder von ihnen wird für Gauthier Dance eine Todsünde in ein Tanzstück verwandeln. Das Ergebnis: ein Tableau der Ruchlosigkeit, bestehend aus sieben Uraufführungen von Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marcos Morau, Sasha Waltz sowie den beiden Artists-in-Residence von Gauthier Dance Marco Goecke und Hofesh Shechter. 

HADER ON ICE

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HADER ON ICE 
Kabarett mit Josef Hader
Regie: Petra Dobetsberger 
Premiere: 23. November 2021 
Theaterhaus Stuttgart 
Berlin-Premiere: 20. Januar 2022 
Babylon Berlin

Zum Inhalt: „Immer is irgendwas. Entweder die Füße schlafen mir ein. Oder sie jucken. Dann krieg ich wieder keine Luft, wenn ich schneller geh. Oder ich hab einen Schweißausbruch. Dann friert mich wieder. Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen sind zu eng. Was is das bitte? - Des muss alles dieser Klimawandel sein, oder? Temperaturen hat`s im Sommer wie in den Tropen! Dadurch gibt`s auf einmal diese riesigen Insekten! Die hat`s doch früher net geb`n! Wenn die dich stechen, kriegst` eine Schwellung, die geht monatelang net weg! Wahrscheinlich sind die alle gentechnisch verändert. Und die Pflanzen! Die werd’n jetzt auch schon deppert. Die spinnen, die Pflanzen! Die wachsen jetzt alles zu! Seit ich nimmer aus dem Haus geh. Meine Theorie ist, die Pflanzen wollen die Herrschaft über den Planeten zurück. Die sind alle miteinander unterirdisch verbunden über ihre Wurzeln. Weltweit! Die Pflanzen habn einen geheimen Plan. Sie wollen die totale Zerstörung der abendländischen Kultur und des österreichischen Volks-Rock`n Roll. Das soll alles ersetzt werden durch äh, Photosynthese.“

Swan Lakes

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SWAN LAKES 
Gauthier Dance
Choreographie: Eric Gauthier 
Premiere: 24. Juni 2021 
Theaterhaus Stuttgart

Zum Inhalt: Schwanensee! Wenn der Name dieses ultimativen klassischen Balletts fällt, kommen die Bilder und Assoziationen wie von alleine: ein See im Mondlicht, der Tanz der vier kleinen Schwäne, Prinz Siegfried zwischen Odette und Odile, der teuflische Zauberer Rotbart. Unzählig sind die traditionellen Interpretationen, modernen Aneignungen und Parodien, auf der Bühne ebenso wie auf der Kino-Leinwand. Ist Schwanensee also auserzählt? Mit Sicherheit nicht –jedenfalls dann nicht, wenn man ein völlig neues Format für den Stoff findet...Eric Gauthier hat vier Star-Choreographen gebeten, ihre Version von Schwanensee für die Theaterhaus-Company zu kreieren. Zusammen ergeben sie kein abendfüllendes Stück, sondern Swan Lakes im Plural. Ein gemischtes Programm mit vier jeweils gut 20-minütigen Schwanensee-Stücken, die stilistisch so unterschiedlich sein werden wie die Choreographen selbst. Vor allem aber ein Abend, der Publikum wie Künstlern die Chance eröffnet, an etwas Bekanntem anzuknüpfen –und etwas völlig Neues zu entdecken.

Lieben Sie Gershwin?

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LIEBEN SIE GERSHWIN?
Gauthier Dance
Choreographie: Marco Goecke 
Premiere: 19. Januar 2020 
Theaterhaus Stuttgart

Zum Inhalt: Der Tanz und George Gershwin – das ist nichts weniger als eine große Liebesgeschichte. Davon zeugen nicht nur Filmklassiker aus Hollywoods goldener Ära, mit Stars wie Fred Astaire, Ginger Rogers oder Gene Kelly. Es ist vor allem die Musik Gershwins selbst, die erst in der Kombination mit Bewegung und Tanz ganz bei sich zu sein scheint. Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bevor sich auch Marco Goecke diesem unnachahmlichen Wanderer zwischen Jazz und Klassik, zwischen „E- und U-Musik“ zuwandte. Der musikalische Reichtum, aus dem er schöpfen konnte, ist immens und reicht von Hits wie Summertime, Someone To Watch Over Me oder The Man I Love über populäre Musical-Songs zu Gershwins Orchesterwerken wie dem Klavierkonzert in F-Dur. Die Qual der Wahl war im Übrigen auch bei der Auswahl der Interpretinnen angesagt. Jazz-Ikonen wie Sarah Vaughan haben Gershwins Songs legendäre Alben gewidmet, Janis Joplin hat sich von Summertime zu einer spektakulären, herben Blues-Version inspirieren lassen. Ihre Stimmen werden diese Produktion begleiten.

EGON king MADSEN lear

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EGON king MADSEN lear
Tanztheater
Choreographie & Regie: Mauro Bigonzetti 
Premiere: 19. Januar 2020 
Theaterhaus Stuttgart

Zum Inhalt: William Shakespeares König Lear, verkörpert von Tanzlegende Egon Madsen – ein Traum, den sich Choreograph Mauro Bigonzetti und Egon Madsen zusammen mit dem Theaterhaus erfüllen. Wobei man zugeben muss: Dieser Traum besitzt eine geradezu zwingende Logik! Schließlich hat Egon Madsen im Lauf seiner langen Bühnenkarriere nicht nur etliche Rollen aus dem reichen Shakespeare-Ballettuniversum getanzt. Er galt auch von jeher als großer Charakterdarsteller, der nicht nur Prinzen „konnte“, sondern auch die Zweifler, die Sonderlinge, die Scheiternden mit großer Sensibilität zum Leben erweckte. Mauro Bigonzetti wiederum ist prädestiniert, Egon Madsen auf diesem Weg zu begleiten. Seit vielen Jahren kennen und schätzen sich die beiden. Ja, sie wohnen sogar nur fünf Minuten voneinander entfernt, in zwei Nachbardörfern in den italienischen Marken. Für Egon Madsen hat Bigonzetti nicht nur einen Extrapart in seinem Signature Piece Cantata geschaffen. Für die Gala anlässlich von Madsens 75. Geburtstag im Jahr 2017 kreierte er für seinen Freund das eindrucksvolle Solo 7557, das ihre Verbundenheit mit dem damaligen Alter der beiden schon im Titel trägt.


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