Theater Osnabrück
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    SPIELPLAN & KARTEN

    Schöne Bescherungen



    Bewertung und Kritik zu

    SCHÖNE BESCHERUNGEN 
    von Alan Ayckbourn
    Regie: Dominique Schnizer 
    Premiere: 4. November 2017 
    Theater Osnabrück - Theater am Domhof

    Zum Inhalt: Wenn Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten, dann ist wohl das weihnachtliche „Alle Jahre wieder“ die Mutter allen Irrsinns. Die Familie kommt zusammen, alle haben sich herausgeputzt, alle wollen sich von ihrer besten Seite präsentieren. Was natürlich trotz aller guten Vorsätze katastrophal misslingt – statt „Stille Nacht, heilige Nacht“ liegen die Nerven bald blank. So auch bei Neville und Belinda und ihren mehr oder weniger geschätzten Verwandten samt Anverwandten inklusive der lieben Kleinen. Hier hat die Besinnlichkeit von Anfang an keine Chance: Harvey nervt mit lautstarken Fernsehkommentaren, Eddie ignoriert seine schwangere Frau Pattie und den gemeinsamen Nachwuchs, während Bernhard die ganze Gesellschaft bereits mit den Vorbereitungen für seine alljährliche dilettantische Puppentheateraufführung – natürlich in Überlänge! – in den Wahnsinn treibt. Unterdessen droht die Zubereitung des Weihnachtsessens durch Bernhards instabile Frau Phyllis minütlich im alkoholgetränkten Desaster zu enden und Rachels mitgebrachter Schriftstellerfreund Clive entflammt stattdessen für Belinda. Doch da stehen die wahren weihnachtlichen Katastrophen erst noch bevor – vom Ehebruch bis zum versuchten Totschlag unterm Weihnachtsbaum …

    Inszenierung: Dominique Schnizer

    Bühne, Kostüme: Christin Treunert
    Dramaturgie: Sven Kleine


    WIR EMPFEHLEN

    5 von 5 Sterne
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    Alle Jahre wieder
    5 years ago
    Kritik
    ''Am Premierenabend tut sich Haschke brillant in seiner Rolle als Bernard, dem wohl schlechtesten Arzt aller Zeiten, der jedes Weihnachtsfest die Geduld aller kleinen und großen Gäste durch die gut gemeinten und liebevoll bis ins Detail vorbereiteten Puppenspiele aufs Äußerste zu strapazieren weiß, hervor. Als gequälter Geist, der nicht nur in den Augen der Verwandtschaft, sondern auch in seiner Selbstwahrnehmung als Versager daherkommt, gibt Haschke den Bernard phänomenal ambivalent im Kampf um Wertschätzung und Respekt und lässt ihn schließlich nach zahlreichen Provokationen durch Onkel Harvey (Ronald Funke) Tacheles sprechen.  Fast könnte man meinen, dass die dargebotenen Szenen das Geschehen ad absurdum treiben, und dennoch zeigt sich, dass genau diese Situationen als partielle Kapitel der eigenen Familienbiographie durchgehen und realistischer kaum sein könnten. Mit ein wenig Abstand lässt sich dies vor der Bühne jedoch wesentlich besser ertragen und sorgt als großartige Inszenierung mit pointenreicher Situationskomik wunderbar für Kurzweil, die an mancher Stelle Tränen in die Augen treibt. Schöne Bescherungen ist eine wunderbare Komödie, die auf ganzer Linie dank charakterstarker Schauspieler zu überzeugen weiß. Vom Premierenpublikum wird das Stück zu recht nicht nur mit häufigem Szenenapplaus, sondern auch mit ausgiebigem Beifall zum Schluss honoriert.'' schreibt Sina-Christin Wilk am 4. November 2017 auf KULTURA-EXTRA
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