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    Weil du mir gehörst

    Bewertung und Kritik zu

    WEIL DU MIR GEHÖRST 
    von Burchard Dabinnus
    Regie: Burchard Dabinnus 
    Premiere: 26. Oktober 2022 
    TamS Theater München

    Zum Inhalt: Saskia S. wird 2013 von ihrem Lebensgefährten brutal umgebracht. Saskia, die Cousine von Schauspieler und Regisseur Burchard Dabinnus, war nicht das erste Opfer von Winfried B.
    Aus dieser authentischen Geschichte entstand der BR-Podcast „Der Mörder und meine Cousine“. Aber es gibt immer noch offene Fragen.
 In  „Weil du mir gehörst“ wird in der Intimität des Theaters erzählt, was im Podcast keinen Raum fand.
    Ein Vexierspiel mit Zeit und Realitätsebenen, Abgründen und Zwischenräumen, den verborgenen Wahrheiten hinter Täter und Opfer, Freundinnen und Freunden und Vertretern der Justiz. Die Karten werden neu gemischt. Musiker Ardhi Engl begleitet den Abend live.

    Mit Marion Freundorfer, Pia Kolb, Catalina Navarro Kirner, Olaf Becker, Ardhi Engl, Arno Friedrich

    Live-Musik: Ardhi Engl
    Konzept und Regie: Burchard Dabinnus
    Raum: Katharina Schmidt, Marlene Rösch
    Licht: Ramona Lehnert
    Regieasststenz: Lotta Thoms, Vendela Thönebe

    5 von 5 Sterne
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    Wenn das Opfer selbst schuld ist
    1 Jahr her.
    Kritik
    ''Nun hat er es fürs Theater am Sozialamt (TamS) als beeindruckendes und nachdenkenswertes Dokumentarspiel eingerichtet – ergreifend gerade in seiner Schlichtheit. Auf karger Bühne mit ein paar Ordnern, Fotos des Opfers, Bürostühlen, gehen wenige Darsteller*innen auf und ab (Marion Freundorfer, Pia Kolb, Catalina Navarro Kirner, Olaf Becker, Arno Friedrich). Sie wechseln in der straffen Textcollage dramaturgisch geschickt die Rollen. Jeder könnte Täter oder Opfer sein. Dazu großartig stimmige Live-Musik und Geräusch-Performance (Ardhi Engl). Nichts lenkt ab von der Frage nach dem „Warum?“. Sie wird auf verschiedenen Ebenen beantwortet. Zunächst mit dem Titel: Weil du mir gehörst. Männlich geprägte Machtsysteme, in Jahrhunderten gefestigt, sind auch in unserer „modernen“ Gesellschaft noch wirksam. Offensichtlich wie in der vergleichsweise milden Beurteilung des Gerichts, im Verständnis von Psychiatern, die von der übergroßen „libidinösen Macht des Opfers“ sogar über den Tod hinaus sprechen - oder auch unbemerkt in einem aggressiven Hintergrundrauschen allgemeiner häuslicher Gewaltbereitschaft. Unbedingt hingehen und aufmerksam werden! Jeden dritten Tag bringt ein Mann in Deutschland seine Partnerin um.'' schreibt Petra Herrmann am 30. Oktober 2022 auf KULTURA-EXTRA
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