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Bewertung und Kritik zu

COSÌ FAN TUTTE
von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Olivier Tambosi 
Premiere: 13. Juni 2015 
Staatstheater am Gärtnerplatz München
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Zum Inhalt: Fiordiligi liebt Guilelmo und Dorabella liebt Ferrando. Im Moment. Um herauszufinden, wie dauerhaft die Liebe eigentlich ist, schlägt Zyniker Don Alfonso Guilelmo und Ferrando eine Wette vor: Sie sollen ihren Herzensdamen vorgaukeln, in den Krieg ziehen zu müssen, um hinterrücks in Verkleidung zurückzukommen und dann der jeweils anderen den Hof zu machen. »Das klappt nie«, da sind sich beide Verliebte sicher und schlagen bedenkenlos ein. Doch kaum hat das Experiment begonnen, bekommt die schöne Paarwelt allzu menschliche Risse, und Alfonso und Zofe Despina müssen nur noch ganz unmerklich nachhelfen, um die harte Wahrheit über das tatsächliche Wesen der Liebe ans Licht zu bringen…

»Glücklich sei der Mensch, der alles nur von der besten Seite nimmt und trotz der Wechselfälle des Lebens, über die er lacht, die Ruhe bewahrt!« So lautet die Schlussbotschaft des Dramma giocoso »Così fan tutte«, verkündet von den sechs Protagonisten und ihnen in den Mund gelegt von Librettist Lorenzo da Ponte. Das rasante Kammerspiel um Liebe und Treue, das den vollständigen Titel »Così fan tutte ossia La scuola degli amanti« (»So machen es alle oder Die Schule der Liebenden«) trägt, ist der krönende Abschluss der Zusammenarbeit zwischen dem Librettistengenie da Ponte und dem Komponistengenie Wolfgang Amadeus Mozart. Ein brisanter Stoff für eine Uraufführung am Wiener Burgtheater im Jahr 1790, der in Zeiten der Französischen Revolution demonstriert, dass nicht nur politische Ordnungen, sondern auch gesellschaftliche Grundpfeiler wie die Ehe nicht unantastbar sind. Kaum vorstellbar, dass Kaiser Josef II. persönlich der Initiator dieses Opernprojektes gewesen sein soll, das hinsichtlich seiner Radikalität und gleichzeitigen musikalischen Schönheit bis heute seinesgleichen sucht. Regisseur Olivier Tambosi, der mit seinen Inszenierungen bereits am Londoner Royal Opera House Covent Garden und an der New Yorker Metropolitan Opera für Furore gesorgt hat, zeigt seine Sicht auf eine der vielleicht raffiniertesten und vieldeutigsten Opern der Musikgeschichte!

Dirigat: Harish Shankar
Regie: Olivier Tambosi
Bühne: Bengt Gomér
Kostüme: Carla Caminati
Licht: Michael Heidinger
Choreinstudierung: Felix Meybier
Dramaturgie: Michael Alexander Rinz


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Was heißt hier Liebe!
  · 01.03.19
''Regisseur Olivier Tambosi hat eine kühle, abstrakte Versuchsanordnung aufgebaut: Die Bühne von Bengt Gomér – ein riesiger gekachelter Raum, schwarz – weiß wie die (von Carla Caminati kreierten) Kostüme der Männer. Fliesenquadrate wie aus dem Rechenheft, wohin man blickt. Darin losgelassen die zwei „heißen“ Mädels und in knallrot, symmetrisch inszeniert. Jede verhält sich genau wie die andere als tanzten sie ein Ballett von Parallelen: Einstudierte Phrasen, geübte Geziertheit, gespreizte Quirligkeit. Dazu stecken sie in den gleichen Klamotten: mal im kniekurzen Rokoko-Rock (es reicht halt für die bürgerliche Damen nicht zur Eleganz des Adels), mal im modernen Hosenanzug mit Hut, mal im roten Badetuch, mal im kitschigen Prinzessinnen-Ballkleid mit Strass und Tüll. 

Despina (Elaine Ortiz Arandes), ihr vifes Dienstmädchen, standesgemäß frei von „bürgerlichen“ Skrupeln, hilft Don Alfonso als überlegene Strippenzieherin, eine kabarettreife Glanzrolle für jede Sängerin. Als die fremden Verehrer einen Selbstmordversuch vortäuschen, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wird aus der mausgrauen Magd ein grotesker Doktor in grellgelbem Lack und mit schwarzer Pestnase. Der zieht einen phallusförmigen Magneten aus der grotesken Arzttasche. Klar, worum es geht! Deshalb haben die fremden Verehrer auch Fotoapparate mit riesigen Teleobjektiven um den Hals – und lassen sie sehr weit unten baumeln. Bloß ein ironischer Karnevalsspaß? (...)

Ein musikalisch wunderbar präziser Abend (Dirigent: Harish Shankar) - leicht und anmutig. Das Sängerensemble homogen und hochkarätig, auch körperlich jedem Ohnmachtsanfall gewachsen. Dazu der Klasse-Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Schön, dass man dieses Werk wieder ins Repertoire aufgenommen hat.'' schreibt Petra Herrmann am 1. März 2019 auf KULTURA-EXTRA
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