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Bewertung und Kritik zu

DER SPIELER
von Fjodor M. Dostojewskij
Regie: Andreas Ktriegenburg 
Premiere: 14. Dezember 2018 
Residenztheater München
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Zum Inhalt: Mit dem "Spieler" setzt Dostojewskij alles auf eine Karte. Spielsüchtig eilt er rastlos, von Schulden nahezu aufgefressen, zwischen Russland und dem Westen, seiner schwerkranken Frau und einer jungen Geliebten hin und her. Als die Gläubiger nicht mehr aufzuhalten sind, borgt er sich vom Verleger Stellowski 3000 Rubel und sichert ihm dafür in etwas mehr als einem Jahr einen fertigen Roman zu. Sollte der nicht fristgerecht fertig sein, sind in den darauffolgenden neun Jahren die Rechte aller bereits vollendeten und noch folgenden Werke völlig an Stellowski abzutreten. Ein Teufelspakt, auf den er sich erst einen Monat vor Fristende der Vertragsschuld besinnt. In nur 26 Tagen entsteht "Der Spieler", fiebrig einer Stenografin diktiert. Später wird diese seine zweite Frau, "Der Spieler" weltberühmt, Dostojewskij seine Spielsucht überwinden und sich endgültig in die Weltliteratur einschreiben.

Mit: Thomas Lettow, Thomas Loibl, Lilith Hässle, Hanna Scheibe, Charlotte Schwaab, Philip Dechamps, Thomas Grässle und Arnulf Schumacher 

Regie: Andreas Ktriegenburg 
Bühne: Harald B. Thor 
Kostüme: Andrea Schraad 
Licht: Tobias Löffler 
Dramaturgie: Angela Obst 


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2 von 3 Personen fanden die Kritik hilfreich
Rasender Stillstand
  · 15.12.18
''Klischees über den Nationalcharakter der Deutschen (kreuzbrav), Franzosen (formvollendet) und Russen (genial, aber versoffen). Dann endlich der Höhepunkt der Inszenierung. Die Erbtante Antonida (hinreißend: Charlotte Schwab) erscheint quicklebendig, kauft Polina und Blanche je einen Fummel, gönnt aber dem General nicht einen Rubel. Klarsichtig und sarkastisch seziert sie die Gesellschaft und ihr Spiel ums Leben, bevor sie sich selbst an den Roulettetisch setzt und ein Vermögen verliert. Wie sie selbst zur Süchtigen wird, wie sie alle Ratschläge Alexejs, vorsichtig zu sein, in den Wind schlägt, erlebt man mit auf einer Videoprojektion, die jedes Zucken der Wimper zeigt. Spannung pur. Großes Kino, pardon: Theater! 

Nach der Pause - die Erbtante ist zurück in Moskau - steht die inzwischen abgetakelte Dreh-Bühne vor der müde roten Brandmauer still. Ein wenig Ruhe für rare Momente von ein bisschen Liebe, bevor sie sich hin und wieder erneut bewegt. In die andere Richtung. Alexej, der glaubt, er könne gewinnen, wenn er nur für sich selbst spiele, verliert wie alle anderen – sein Geld und sich selbst. Auch dieser Teil dauert trotz schöner Momente einfach zu lange. 

Zurück bleibt ein ermüdetes Publikum. Viel Beifall für die Darsteller, deutliche Buhs für Regisseur Andreas Kriegenburg.'' schreibt Petra Herrmann am 15. Dezember 2018 auf KULTURA-EXTRA
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