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Bewertung und Kritik zu

ZU UNSEREN FÜSSEN, DAS GOLD, AUS DEM BODEN VERSCHWUNDEN
von Svealena Kutschke
Regie: Jochen Schölch 
Premiere: 8. März 2020 
Metropoltheater München 

Zum Inhalt: Ein irritierender Titel: Wer ist diese Schwester? Und von wem ist sie die Schwester? Lot Vekemans wirft uns unwissend mitten ins Geschehen. Allmählich wird klar: Es ist Ismene, Tochter des Ödipus und jüngere Schwester der Antigone. Vekemans stellt sie ins alleinige Zentrum des Geschehens. Tausende von Jahren hat Ismene gewartet, ausgeharrt zwischen Leben und Tod; hat gehadert, mit sich, ihrer Familie, dem heldenhaften Handeln der Schwester und dem eigenen Nicht-Handeln.
un spricht sie und erzählt ihre Version der Familiengeschichte, sucht nach Erklärungen und Identität. Sucht auch nach Vergebung. Wie entfesselt redet sie sich alles von der Seele: den Irrsinn der Familientragödie, ihr ewiges Schattendasein als „kleine Schwester“, die Liebe und Bewunderung für und den Hass auf die überlebensgroße Antigone, die sich  furchtlos den Befehlen Kreons widersetzte, um den geliebten Bruder zu bestatten; Ismene erklärt, eifert, bewundert, bereut, zürnt, klagt an, rechtfertigt sich.

Mit: Matthias Grundig, Thorsten Krohn, Sophie Rogall, Mara Widmann und Lucca Züchner

Regie: Jochen Schölch
Kostüme: Sanna Dembowski
Licht: Hans-Peter Boden
Ton: Philipp Kolb
Dramaturgie: Katharina Schöfl


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Vom hässlichen Deutschen
  · 11.03.20
''Matthias Grundig spielt den Holm so plastisch, dass man seinen ungewaschenen Zustand beinahe riechen kann, Mara Widmann glaubt man die überzogenen Ansprüche, die in ihre Depression führen. Ebenso überzeugend in ihrer verletzten Herzlichkeit Thorsten Krohn als Ahmed und Lucca Züchner als Kim. Sophie Rogall als wütende, türkischstämmige Darija zeigt, was hinter ihrer Aggression steckt: ihr Bruder wurde zum Fundamentalisten gemacht - in Deutschland. Jochen Schölch kann sich auf tolle Schauspieler verlassen und hat das Stück stringent und pur inszeniert. Fast ohne Requisiten. Es genügt die einfache Bank für einen zunehmend ergreifenden und durchaus erhellenden Abend.

„Schnee von Sternschnuppen, die die nackten, geschundenen Körper bedecken“, lautet der letzte Satz, breitet sich auf einem tristen Hinterhof in Pankow aus und legt sich über seine Stolpersteine. Da war mal zu unseren füßen das gold, aus dem boden verschwunden, oder?'' schreibt Petra Herrmann am 10. März 2020 auf KULTURA-EXTRA
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