Dracula

Bewertung und Kritik zu

DRACULA 
das Musical nach dem Bestseller von Bram Stoker
Premiere: 21. Oktober 2022 
Deutsches Theater München 

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Zum Inhalt: Mythen von Untoten gab es schon lange vor dem berühmten Roman von Bram Stoker. Sie sind wohl so alt wie die menschliche Angst vor dem schier unsterblichen Bösen und die Faszination für die blutsaugend erotische Macht der Vampire. Dieser könnte auch Mina Murray erliegen. Denn Graf Dracula, der Auftraggeber ihres Verlobten Jonathan Harker, ist ihr zwar unheimlich, doch zugleich gerät sie in seinen Bann. Um sie zu retten, muss Jonathan mit dem geheimnisvollen Professor van Helsing den Kampf gegen den gefährlichen Gegner aufnehmen. Balgas Inszenierung orientiert sich stark am gleichnamigen Roman des irischen Schriftstellers Bram Stoker, der 1897 erschienen ist und seit 1921 in zahlreichen Versionen für Kino und Fernsehen verfilmt wurde.

Der amerikanische Komponist Frank Wildhorn, berühmt geworden durch seine Bühnenwerke „Jekyll & Hyde“, „Der Graf von Monte Christo“ und „Bonnie and Clyde“, lässt in DRACULA den Kampf zwischen Hell und Dunkel auch musikalisch spannungsreich austragen, mit markanten Gitarrenriffs und treibenden Beats als rockiges Musical. Für den passenden und mächtigen Sound sorgt ein 17-köpfiges Orchester unter der Leitung des bekannten Dirigenten Andreas Kowalewitz. 

Mit Thomas Borchert, Valerie Luksch, Patrick Stanke, Roberta Valentini, ...

TRAILER


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
14 von 16 Personen fanden die Kritik hilfreich
Dracula: Vampire in München – nicht verpassen
  · 22.10.22
„Dracula“ feierte am 21. Oktober 2022 Premiere im Deutschen Theater in München. Das Musical von Frank Wildhorn, inszeniert von Alex Balga, basiert auf Bram Stokers Roman und auch Zuschauer des Oscar-prämierten Kinofilms von 1992 mit Gary Oldman, Winona Ryder und Keanu Reeves werden die Handlung durchaus wiedererkennen:

Vlad Dracula bestellt den Anwalt Jonathan Harker zu sich ins Schloss nach Transsilvanien, um Immobiliengeschäfte in London abzuwickeln, hält den naiven Besucher jedoch nach Vertragsabschluss gefangen und reist mitsamt Schlafsarg zu dessen Verlobter Mina nach London.
Der vampirische Graf ist verliebt und stiftet mehr als nur Unheil in der englischen Stadt. Während Draculas Vampirbräute im Schloss über Jonathan herfallen, hat Professor van Helsing in London genug zu tun, um Mina und ihre ebenso verlobte Freundin Lucy vor den Fängen des Grafen zu retten.

Die Geschichte ist eine Liebesgeschichte, schauerlich und tragisch mit auch einigen lustigen Momenten. Das Bühnenbild ist einfach, entführt das Publikum jedoch durch wenige Requisiten und ideenreiche Effekte und Projektionen ins Gruselschloss, das hochherrschaftliche Londoner Anwesen oder auf hohe See. Die Musik ist rockig und mitreißend, die Besetzung hochkarätig.

John Davies („Starlight Express“, „Rocky Horror Show“) als Renfield spielt einen wunderbaren, kichernden Wahnsinnigen, der darauf wartet, dass ihn sein Meister endlich aus dem Irrenhaus befreit.
Der Meister höchstselbst wird stimmgewaltig von Thomas Borchert („Jekyll & Hyde“, „Tanz der Vampire“) verkörpert. Überheblich als mächtiger Dracula, kalt und doch anziehend für seine Opfer, hat er wunderbare Gesangs- und Schauspielgegenparts in Patrick Stanke („Der Medicus“, „3 Musketiere“) als van Helsing, Valerie Luksch als Lucy („West Side Story“) und Roberta Valentini („Artus“, „Elisabeth“) als Mina gefunden. Daneben besonders hörenswert sind auch die volltönenden Ensembleszenen.

Ein Vampir-Stück mit viel Ohrwurmcharakter und einer mitreißenden Verfolgungsjagd, was am Premierenabend in München mit Standing Ovation quittiert wurde. Für alle Vampirfans ein Muss! Aber auch für alle anderen ist ein rockiger, kurzweiliger und erfüllter Abend gesichert!
Noch bis zum 13. November 2022 ist das Stück in München zu sehen. Ein Besuch beim Grafen lohnt sich auf jedem Fall.

(Jasmin Gollwitzer)

Foto - Dracula: Thomas Borchert und Patrick Stanke © Susanne Brill
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