TKKG: Das Live-Hörspiel

Bewertung und Kritik zu

TKKG: DAS LIVE-HÖRSPIEL 
Das unheimliche Dorf
München-Premiere: 2. Dezember 2019 
Deutsches Theater München 

eventimKARTEN ONLINE BESTELLEN 

Zum Inhalt: TKKG schreiben seit 1979 Geschichte. Mit über 15 Millionen verkauften Büchern und 35 Millionen Tonträgern gehören sie zu den erfolgreichsten Jugendbuch- und Hörspiel-Reihen in Deutschland. Nun bietet das Live-Hörspiel TKKG – Das unheimliche Dorf mit den Originalsprechern und einem brandneuen Fall eine nie dagewesene Möglichkeit, die Detektive hautnah zu erleben.

Mit über eine Million Streams pro Tag sind TKKG-Hörspiele heute noch ein absoluter Dauerbrenner für Klein und Groß. Zum 40-jährigen Bestehen der Detektiv-Bande werden die aktuellen Hörspiel-Sprecher Sascha Draeger (alias Anführer Tim), Manou Lubowski (alias Vielfraß Klößchen), Tobias Diakow (alias Schlaukopf Karl) und Rhea Harder-Vennewald (alias die mutige Gaby) einen bislang unveröffentlichten Fall live auf der Bühne lösen. Akustische Highlights und viele weitere Überraschungen laden zum Miträtseln und Mitfiebern ein. Ein Muss für kleine und auch große Spürnasen!

Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind in den Ferien mit ihren Fahrrädern unterwegs, als sie an einem kleinen See dem bewusstlos im Wasser treibenden Arne Aalreiter das Leben retten. Was zunächst nach einem Badeunfall aussieht, entpuppt sich als kniffliges Rätsel für die vier Freunde. Alle Einwohner im angrenzenden Dorf haben ein Motiv für ein Verbrechen gegen Arne. Ein dubioser Fall in diesem fast ausgestorbenen Ort, über das man sich unheimliche Geschichten erzählt: Eine Kirchturmglocke, die täglich um Mitternacht schlägt, obwohl die Dorfkirche längst abgebrannt ist. Das scharrende Geräusch im verlassenen Gutshof, das angeblich vom Pferdefuß des Teufels stammt. Und dazu noch eine Drohne, die fast ständig über der Bande kreist. Ein klarer Fall für TKKG!


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
4 von 4 Personen fanden die Kritik hilfreich
„TKKG“ live: Das unheimliche Dorf
  · 03.12.19
Im Deutschen Theater in München waren am 2. Dezember 2019 vier beliebte Charaktere zu Gast: Sascha Draeger, Tobias Diakow, Manou Lubowski und Rhea Harder.
Aber wer ist das nun? Na klar, zumindest spätestens, wenn man sie sprechen hört: Tim, Karl, Klößchen und Gaby – besser bekannt als TKKG.

Schauspieler und Synchronsprecher Sascha Draeger ist zusammen mit Manou Lubowski schon seit 1981 als Synchronsprecher für das Jugendhörspiel tätig und beide sind nicht mehr wegzudenken aus dem Quartett als Tim und Klößchen. Seit 2009 ist Rhea Harder als Gaby zu hören. Jüngster Zulauf im Team ist Tobias Diakow - seit 2016 als Karl. Der Kenner wird den „echten“ Karl aus alten Zeiten vermissen, jedoch ist Diakow ein guter Nachfolger. Ein Rechtsstreit katapultierte den altbekannten Karl Vierstein (Niki Nowotny) zum Leidwesen seiner älteren Fans vor einiger Zeit aus dem Vierer-Team.

Unterstützt wurden die vier außerdem von Luise Lunow und Michael Lott, zwei alten Schauspiel- und Synchronhasen, sowie dem Geräuschemacher Peter Sandmann, der die Geschichte des Abends mit unzähligen kleinen und großen Hilfsmitteln zum Leben erweckte. Tatsächlich war es hier und da eine Herausforderung, Sandmann beim Geräusche machen zuzusehen und sich gleichzeitig auf die damit verbundene Geschichte zu konzentrieren und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen: „… aha… was macht er mit der Luftpolsterfolie?... ah… hin und wieder ploppen… was soll das für ein Geräusch sein?... hm, mal Augen zu machen… ach sooo ein Lagerfeuer, wie es schön knistert und knackt!“
Es lohnt sich also durchaus, auch einfach mal nicht hinzuschauen.

Der Fall selbst dreht sich um einen scheinbaren Badeunfall in der Nähe eines kleinen, unheimlichen Dorfes, in dem es nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Ein Glück, dass TKKG Ferien hat und dem Spuk auf den Grund geht. Ein klassischer Kinderhörspiel-Fall, wie die Fans ihn seit jeher kennen und lieben, mit irgendwie doch noch denselben Stimmen aus der Kindheit, spannenden Momenten, kauzigen Erwachsenen, die versuchen, das Geheimnis vor TKKG zu bewahren, und natürlich auch einem Schmunzeln hier und da, ausgelöst von den Darstellern auf der Bühne, die rennen, klettern, im Zelt im Schlafsack schlafen … und das alles in 5 cm Entfernung von ihrem Pult mit Mikrofon.

Für alle TKKG-Fans ist TKKG- das Live-Hörspiel definitiv ein Muss, egal ob jung oder alt. Das Deutsche Theater war publikumsseitig gut durchgemischt, auch viele junge Fans fanden den Weg ins Theater. Ein netter Nebeneffekt zudem, dass Hörspielproduzentin Heikedine Körting am Abend im Publikum saß und ihren Mikrofonsprösslingen zusammen mit dem Publikum zujubelte. Im Deutschen Theater in München war TKKG nur an diesem Abend zu Gast. Die 4 Spürnasen touren aber noch weiter durch Deutschland, unter anderem z.B. Ulm, Düsseldorf, Kiel und Kassel.
Alle, die früher in der Kindheit oder auch jetzt jung, ganz neu entdeckt TKKG-Fälle lieben, sollten sich dieses Live-Hörspiel nicht entgehen lassen. Als Erwachsener wird man vermutlich nicht mehr so tief in die Fälle eintauchen, die Live-Erfahrung mit den lieb gewonnenen Charakteren ist aber sicher dennoch eine kleine Zeitreise wert.

(Jasmin Gollwitzer)

War die Kritik hilfreich?
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich einloggen.