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1. Akt

Herzogin von Berwick und Lady Windermere

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HERZOGIN VON BERWICK: Ja, meine Liebe, das ist wahrhaftig die Frage. Er besucht sie unablässig, stundenlang jedesmal, und solange er dort ist, ist sie für niemanden zuhause. Nicht dass viele Damen ihr Visiten machen, meine Liebe, aber sie hat ganz viele männliche Freunde – insbesondere meinen eigenen Bruder, wie ich Ihnen erzählte – und das ist genau, was die ganze Sache mit Windermere so fürchterlich macht. Wir haben alle ihn als den idealen Ehemann betrachtet, aber ich befürchte, dass kein Zweifel darüber ist. Meine liebe Nichten – Sie kennen ja die Saville–Schwestern – solche gemütlichen Mädels – nicht gerade hübsch, überhaupt nicht, aber sehr gut – also, sie sitzen immer beim Fenster mit einer Handarbeit und machen hässliche Sachen für die Armen, was ich sehr nützlich finde in dieser schrecklichen sozialistischen Zeit, und diese fürchterliche Frau hat ein Haus in Curzon Street bekommen, ihnen gerade gegenüber – eine solche nette Straße. Ich weiß nicht, was mit der Welt los ist! Und sie sagen mir, dass Windermere vier– oder fünfmal in der Woche dorthin geht – sie sehen ihn. Sie können nichts dafür – und obgleich sie nie klatschen – aber natürlich! – lassen sie allen darüber ein Wörtchen fallen. Und das Schlimmste dabei ist, dass ich erfahren habe, dass diese Frau jemandem eine große Geldsumme abgezwungen hat, denn es scheint, dass sie vor sechs Monaten nach London so gut wie ohne Mittel gekommen ist, und jetzt hat sie dieses charmante Haus in Mayfair, fährt mit ihren Ponys jeden Nachmittag im Park, und alles nachdem sie den armen Windermere kennengelernt hat. [...] Ganz London weiß Bescheid. Deswegen dachte ich, dass es besser wäre, hierher zu kommen und mit Ihnen sprechen, und Ihnen zu raten umgehend Windermere nach Hamburg oder Aix mitzunehmen, wo er unterhalten sein wird, und wo Sie ihn den ganzen Tag im Auge behalten können. Ich versichere Ihnen, meine Liebe, dass ich oftmals, nachdem ich Berwick heiratete, so tun musste, als ob ich sehr krank wäre, und das ekelhafteste Mineralwasser trinken musste, nur um ihn aus der Stadt zu bewegen. Er war äußerst empfindlich für weiblichen Reiz. Jedoch muss ich sagen, dass er nie große Geldsummen verschenkt hat. Er hat allzu hohe Prinzipe, um so was zu tun!

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