Schauspiel Leipzig
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    Süßer Vogel Jugend



    Bewertung und Kritik zu

    SÜSSER VOGEL JUGEND
    von Tennessee Williams
    Regie: Claudia Bauer 
    Premiere: 6. April 2019 
    Schauspiel Leipzig 

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    Eingeladen zum 57. Berliner Theatertreffen (2020) 
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    Zum Inhalt: St. Cloud, eine Kleinstadt irgendwo an der Küste Floridas: Der nicht mehr ganz junge Beau Chance Wayne, einst Objekt der Begierde der halben Stadt, kehrt zurück an seinen Geburtsort. Seine Schauspielkarriere ist gescheitert, bevor sie eigentlich losging, und nun lebt er davon, einsamen Herzen die große Liebe vorzuspielen. Aktuell ist er der Spielgefährte des alternden Hollywoodstars Alexandra del Lago, so abgebrüht wie tablettensüchtig, ihrerseits inkognito als Prinzessin Kosmonopolis auf der Flucht vor dem Scherbenhaufen ihres einstigen Ruhms. Wayne hofft, durch sie endlich an ein lukratives Engagement zu kommen — und dadurch seine Jugendliebe Heavenly aus dem Kleinstadtmief zu befreien. Was er nicht weiß: Ihre vergangene Beziehung hat bei der Angebeteten nachhaltige gesundheitliche Spuren hinterlassen, und ihrem Vater, dem brutalen Emporkömmling und reaktionären Politrüpel Tom „Boss“ Finley, ist jedes Mittel recht, den ungeliebten Schatten der Vergangenheit wieder loszuwerden. Denn die Erinnerung an die „Besudelung“ seiner Tochter kann Finley gar nicht gebrauchen, steht sein Wahlprogramm doch für Law & Order und moralische sowie rassische Reinheit.

    Mit: Florian Steffens, Anita Vulesica, Michael Pempelforth, Roman Kanonik, Julia Preuß, Annett Sawallisch, Sophie Hottinger, Andreas Dyszewski, Thomas Braungardt und Brian Völkner

    Regie: Claudia Bauer
    Bühne: Andreas Auerbach
    Kostüme: Vanessa Rust
    Musik: Roman Kanonik
    Dramaturgie: Katja Herlemann
    Licht: Veit-Rüdiger Griess

    TRAILER


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    3.0 von 5 Sterne
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    Dauer-Hysterie ohne Nuancen
    2 years ago
    Kritik
    Das Problem dieser Inszenierung am Schauspiel Leipzig, die im April 2019 Premiere hatte und zum Berliner Theatertreffen eingeladen war, ist, dass Regisseurin Claudia Bauer das Stück als schrille Farce inszeniert. Anita Vulesica, eine der besten Komödiantinnen der deutschsprachigen Theaterlandschaft, beherrscht gerade auch die grotesken und schrägen Töne sehr gut, wie sie in „Die Affäre Rue de Lourcine“ am Deutschen Theater Berlin bewies. An diesem Abend, der im Einheitsbrei einer Volksbühnen-Dauerhysterie-Kopie versinkt, kann auch der Gaststar der Inszenierung kaum Akzente setzen. Zu schrill und mit zu wenig Nuancen kann der Premieren-Mitschnitt dieser Leipziger Inszenierung nicht fesseln. Komplette Kritik mit Bildern
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    Die hässliche Fratze von Showbiz und Politik
    3 years ago
    Kritik
    ''Claudia Bauer interessiert sich aber mehr für den Schlagabtausch des ungleichen Paars Chance Wayne und Alexandra del Lago. Im weißen Seidenpyjama beschreibt Florian Steffens die Szenerie, wie sie Tennessee Williams in seinem Stück sehr naturalistisch vorgegeben hat. So hat man einen ungefähren Eindruck des fehlenden Palmensettings. Mit Realismus hat Bauer wenig am Hut. Nach durchzechter Nacht scheut man das Tageslicht, die erwachte Diva drängt es aber sofort unter einen Scheinwerfer ins Rampenlicht. Die als Gast nach Leipzig zurückgekehrte Schauspielerin Anita Vulesica ist das Erlebnis des Abends, wie sie als überdrehte Diva und Schreckschraube über die Bühne fegt. Das ist gekonnter Slapstick und böse Farce. Der Beau Chance hat hier von Anfang kaum eine Chance. Erst versucht er die Diva mit Tonbandaufnahmen, die ihre Drogensucht bezeugen sollen, zu erpressen. Doch nachdem sie vom überraschenden Erfolg ihres letzten Films erfahren hat, serviert ihn die del Largo eiskalt ab.  Da rutscht die Kleinstadtblase um Boss Finley mit seinem tumben Sohn Tom Junior (Roman Kanonik im Micky-Mouse-Shirt), der auch mal eine nationalistische Hymne anstimmt, Annett Sawallisch als gutmütige Tante Nonnie oder Thomas Braungardt als korrupter Arzt George Scudder fast ein wenig in den Hintergrund. Der Einfluss des reichen Finnley in der Stadt ist groß, da könnte man schon eine medienaffine Trump-Gestalt daraus machen. Auch der sitzt ja gerade Anwürfe an seine Person locker aus, wie Finnley seine Affäre mit Miss Lucy (Sophie Hottinger). Hier hat der Feind in uns allen: die Zeit, wie es im Stück heißt, bereits an allen sein zerstörerisches Werk getan, das mit Perücken und viel Schminke übertüncht werden muss. Zusätzlich kaputt durch ihren Vater ist Tochter Heavenly, die wie ein Püppchen ausstaffiert ist. Claudia Bauer zeigt hier schonungslos die hässliche Fratze von Showbiz und Politik, das aber immer auch recht unterhaltend. Am Ende geht Chance, nachdem ihn die Diva nicht mehr braucht, allein seinem Schicksal entgegen. Klappe zu, Affe tot, oder doch zumindest seiner „einzigen Existenzgrundlage“ beraubt.'' schreibt Stefan Bock am 7. April 2019 auf KULTURA-EXTRA
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