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Bewertung und Kritik zu

HOOL 
nach dem Roman von Philipp Winkler
Regie: Nuran David Calis 
Premiere: 15. Dezember 2017 
Schauspiel Köln
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Zum Inhalt: Heiko ist Hooligan. Seine Freunde Jojo, Ulf und Kai auch. Regelmäßig fahren sie zu arrangierten Treffen, um sich mit Hools aus anderen Städten zu prügeln. Geschunden, adrenalingestärkt und glücklich kehrt die Truppe nach den Schlägereien zurück nach Hause. Das ist das Umland Hannovers, wo sein Alkoholiker-Vater und die neue thailändische Frau Mie wohnen und Heikos Onkel Axel das zwielichtige Wotan Boxing Gym betreibt. Doch die eigentliche Familie sind die Kumpels, mit denen Heiko in der alteingesessenen Kneipe »Timpen« abhängt. Als die Truppe eines Tages beschließt, gemeinsam nach Braunschweig zu fahren, um ein paar Fascho-Hools vor einer Kneipe aufs Maul zu hauen, nimmt die unheilvolle Geschichte ihren Lauf…

Mit: Simon Kirsch, Justus Maier und Daron Yates

Regie: Nuran David Calis
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Tine Becker
Musik: Vivan Bhatti
Licht: Michael Frank
Dramaturgie: Stawrula Panagiotaki


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3.0/5 Insgesamt 1 Bewertungen (1 mit Rezension)
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Von sowas kommt halt sowas oder so
  · 04.01.18
''Für Roman-Unkundige - wie mich z.B. - tut sich durch die Calis-Sicht der Dinge eine von den Vor- und Jetztgeschichten in dem Hool-Roman von Philipp Winkler so herauskristallisieren: Hans, der Vater, war und ist ein Trinker. Daher tat ihn seine Frau verlassen. Dann holte er sich gelegentlich eines Thailand-Trips Mie als (Folge-)Frau ins Haus. Das wiederum konnten Sohn Heiko sowie Tochter Marion nicht verkraften, und so kam es wie es kommen musste, dass der Heiko, eigentlich (so wie sein Vater) Fan des Fußballclubs Hannover 96, sich für Hooligans interessieren sollte/wollte und in derartige Kreise beinah wie von selbst geriet o.s.ä. 

Schließlich wird uns weisgemacht, dass es am Ende einen wohlweislichen Unterschied zwischen faschistoiden Glatzen-Hools und links gerichteten Protest-Hools geben würde, was an sich bereits zu hinterfragen wäre, denn: gewalttätige Arschlöcher sind sie wohl "beide", völlig wurscht ob rechts oder ob links. 

Nichts desto Trotz scheint dieses insbesondere von der gesellschaftsphänomenischen Thematik her v.a. jugendliche Zuschauer ansprechende Theater-Unterfangen eine nachvollziehbar starke Sogwirkung zu haben. Das ist gar nicht mal so schlecht gedacht, nein, es vermag sogar - durch Aufzeigung sinnlosester Gewaltausbrüche unsrer vorgeführten jungen Zeitgenossen nebst ihrer arg schüttern aufgeblätterten Sozialherkünfte - Herzkammern zu öffnen und die Seelen für womöglich "Positiveres" zu stimulieren.'' schreibt Andre Sokolowski am 4. Januar 2018 auf KULTURA-EXTRA
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