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Bewertung und Kritik zu

GEGEN DEN HASS
nach dem Roman von Carolin Emcke
Regie: Thomas Jonigk 
Premiere: 21. September 2019 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: »Manchmal frage ich mich, wie sie das können: so zu hassen. Wie sie sich so sicher sein können. Denn das müssen die Hassenden sein: sicher. Sonst würden sie nicht so sprechen, so verletzen, so morden. Sie müssen sich sicher sein. Ohne jeden Zweifel. Am Hass zweifelnd lässt sich nicht hassen.«
Die preisgekrönte Autorin und Publizistin Carolin Emcke schrieb 2016 ihren Aufsehen erregenden Essay GEGEN DEN HASS, der Rassismus, Fanatismus und Demokratiefeindlichkeit in Deutschland und der Welt unter die Lupe nimmt und die etablierten Strukturen unseres Zusammenlebens beobachtet und zerteilt, um genau das zu verstehen: Wie können Menschen hassen? Anhand von konkreten Vorfällen untersucht Emcke institutionellen Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Missachtung und plädiert schließlich für eine heterogene Gesellschaft und den Humanismus.

Mit: Jörg Ratjen, Stefko Hanushevsky, Julius Ferdinand Brauer, Kristin Steffen und Justus Maier

Regie: Thomas Jonigk
Bühne: Lisa Däßler
Kostüme: Esther Geremus
Musik: Mathis Nitschke
Licht: Jan Steinfatt
Dramaturgie: Sarah Lorenz

TRAILER


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0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
"Wir sind das Volk"
  · 25.10.19
''Wenn das Drama die sinnlose Tötung des US-Bürgers Eric Garner behandelt, werden drei gerahmte Fotos des Falles auf die Bühne gebracht. Verfremdet dokumentieren die großformatigen Bilder die rassistische Polizeigewalt gegen den Farbigen. Garner wurde durch einen Polizeigriff erwürgt, ohne dass dies rechtliche Folgen hatte. Dazwischen wird übrigens ein Foto vom Kölner Hauptbahnhof aus dem gleichen Jahr gestellt. Es soll wohl die Übergriffe von der Silvesternacht in Erinnerung rufen. Zuletzt treten die Darsteller in Schutzanzügen und scheinbar von Wind gebeutelt auf. Sie hoffen verzweifelt auf eine gerechte Demokratie, während die lebende Leiche das ganze Spektakel von der Seite betrachtet.

Die Inszenierung beginnt stark, wenn es im Text darum geht, dass zum Hassen auch gehört, dass es Menschen gibt, die einfach nicht gesehen werden. Just übersieht die Sprecherin selbst denjenigen, der kurz zuvor noch auf einem Obduktionstisch lag und sich nun um sie herum bewegt. Solcherart Feinheiten gehen jedoch bald in einem allgemeinen Furor unter. Es wird zwar in Emckes scharfsinniger Weise analysiert; dies geschieht aber in einem aufgeregten und wütenden Tonfall. Sätze werden herausgeschrien. Die Betrachtungen Emckes werden teils nüchtern unterkühlt und geradezu neunmalklug im Duktus der Selbstgefälligkeit präsentiert, verkommen aber auch immer wieder im Tonfall zu DEN Hasstiraden, die sie zu kritisieren vorgeben. Ein Anliegen oder eine Absicht in Jonigks Inszenierung ist so nicht erkennbar. Es bleibt nur die bereits totgeredete Erkenntnis, dass die Welt unübersichtlich geworden ist, Analysen zutreffen mögen aber nicht mehr greifen und von dem Moloch, den sie kritisieren, gleich mitgefressen werden.'' schreibt Ansgar Skoda am 18. Oktober 2019 auf KULTURA-EXTRA
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