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Bewertung und Kritik zu

DER UNTERGANG DES EGOISTEN JOHANN FATZER
von Bertolt Brecht
Regie: Oliver Frljić 
Premiere: 7. Juni 2019 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: Brechts DER UNTERGANG DES EGOISTEN JOHANN FATZER gehört zu den großen Fragmenten der dramatischen Literatur. Auf über 500 Seiten ist das Stück angewachsen, bevor er es für immer unvollendet ließ. Angesiedelt im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs erzählt es die Geschichte von vier Deserteuren, darunter Johann Fatzer, die in Mülheim an der Ruhr in einem Keller sitzen und warten. Auf das Ende des Kriegs, auf den Ausbruch der Revolution. Während sie sich den Träumen von einer besseren Gesellschaft hingeben, radikalisieren sie sich und fangen schließlich an, sich gegenseitig zu bekämpfen.

Mit: Yuri Englert, Benjamin Höppner, Nicolas Lehni, Seán McDonagh, Nika Mišković, Hannah Müller und Elias Reichert

Regie: Oliver Frljić
Bühne: Igor Pauška
Kostüme: Sandra Dekanić
Licht: Jan Steinfatt
Dramaturgie: Sarah Lorenz

TRAILER


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170 Pfund kaltes Fleisch
  · 19.06.19
''Die Bühne Igor Pauškas besteht dann "lediglich" aus braunem Erdsand und eisernen Bettgestellen. Und Kostümdesignerin Sandra Dekanić verpasste dem agierenden Septett verschlissene und eingelöcherte Klamotten; ja und falls es die dann während seiner schweißtreibenden 100minütigen Performance jemals anhatte - denn meistens wurde oberkörperfrei gespielt - , sollten die sicherlich aufs insgesamte "Flair" der Schlachtfelder und -bänke aus dem Ersten Weltkrieg (wo die Handlung angesiedelt ist) verweisen. 

Yuri Englert, Benjamin Höppner, Nicolas Lehni, Seán McDonagh, Nika Mišković, Hannah Müller und Elias Reichert kommen in der Spielfreude und -wut, die sie dem atemlosen Treiben angedeihen lassen, als vor körperlicher Schönheit strotzende und mittels ihrer artikulativen Könnerschaft sprach-/lautmalernde Asse zu uns Zuschauende/Zuhörende 'rüber!! Ein signifikantes Hohefest der Schauspielkunst. 

Frljić lässt seine Akteure als Ensemble - jeder ist dann irgendwann mal Fatzer, beispielsweise - und doch individualer, als man es für möglich hält, agieren. Ja und dass der Mensch an sich, und insbesondere in so gesellschaftlich-grandiosen Auflösungserscheinungen wie sie vielleicht nicht nur in Kriegen möglich sind, bloß noch als Masse und/oder Materie ("170 Pfund kaltes Fleisch") existiert, verdeutlicht seine metzgerscharfe Inszenierung umso mehr.'' schreibt Andre Sokolowski am 19. Juni 2019 auf KULTURA-EXTRA
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