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    SPIELPLAN & KARTEN

    Die Schattenpräsidentinnen

    Bewertung und Kritik zu

    DIE SCHATTENPRÄSIDENTINNEN 
    von Roland Schimmelpfennig
     
    Regie: Claudia Bauer 
    Premiere: 10. April 2024 
    Deutsches Schauspielhaus Hamburg 

    Zum Inhalt: Ein Tag extremer Herausforderungen in der Stabsstelle des Präsidenten: internationale Krisensitzungen, ein handfester Presseskandal, der eingedämmt werden muss, einander überlagernde Termine, die unverschiebbar sind und ein anstehender Wahlkampf. Alle Hände voll zu tun also für die Büroleiterin, die Pressechefin, die Sekretärin und die First Lady, zumal der Präsident selbst ausfällt. Zu allem Überfluss schlagen im Büro noch auf: die schwangere Geliebte des Chefs aus der Provinz und seine aus der Haft entlassene Schwester mit Drogenproblemen und eine investigative Journalistin mit Heißhunger auf brisante Details.

    Mit Sandra Gerling, Josefine Israel, Angelika Richter, Linn Reusse, Bettina Stucky, Amal Keller, Sachiko Hara

    Regie: Claudia Bauer,
    Bühne: Andreas Auerbach,
    Kostüme: Vanessa Rust,
    Musik: Peer Baierlein,
    Licht: Susanne Ressin,
    Video: Riccarda Russo,
    Dramaturgie: Christian Tschirner, Ludwig Haugk.

    5 von 5 Sterne
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    Broadway-Hit
    1 Monat her.
    Kritik

    ''Zu allem Ärger um schlecht laufende politische Entspannungsgespräche und andere Fettnäpfchen, in die der Präsident reichlich getreten ist, sehen sich die drei Präsidentenretterinnen noch einer sehr wissbegierigen Journalistin gegenüber, die alles daran setzt, eine ganz große Story in die Zeitung zu setzen. Nebenbei kämpft die alleinerziehende Mutter mit der Milchpumpe und ihrem Exmann am Telefon. Das Chaos komplettieren die auf ihre Begnadigung wartende, wegen Drogendelikten verurteilte Schwester des Präsidenten, die sehr energisch und unorthodox den Laden aufmischt (eine Paraderolle für Bettina Stucky) und die zum Vorstellungsgespräch ins Weiße Haus bestellte neue Geliebte des Präsidenten. Linn Reusse (neu im Ensemble) gibt Biene, die naive Schönheit vom Lande, die es aber faustdick hinter den Ohren hat. Sie hält einen Haufen aufgebrachter Feministinnen in Schach und befriedigt versehentlich zwei Kriegsveteranen anstatt zwei Agenten des Secret Service.

    Das Publikum lernt einiges über den Wahnsinn des täglichen Politikbetriebs, oder dass LmaA auch „Landfrauen für moderne alternative Agrikultur“ heißt. Dass sich die sieben Frauen hier zunächst gegenseitig in die Haare kriegen anstatt zusammen gegen den Mann zu arbeiten, der ihre Hilfe nicht im Mindesten verdient hat, ist reine Ironie. Die Autorin nimmt da kein Blatt vor den Mund. Zusammen finden die Frauen erst, als der Präsident versehentlich von einer Suffragettenbüste niedergestreckt am Boden liegt. Allerdings nur um den Vorfall möglichst zu vertuschen und Zeit zu schinden. Am Ende ist alles wie vorher und der große Idiot wieder oben auf. Aber der erste Schritt, das Patriarchat zu stürzen, ist gemacht. Stück und Inszenierung funktionieren ja gerade ohne männliche Anwesenheit bestens. Das liegt vor allem am bösen Witz und dem gut aufgelegten Frauenensemble. Die Musikarrangements von Peer Baierlein sowie die von den Schauspielerinnen live gesungenen Songs tragen ihr übriges bei. Ein großes, nicht immer ganz politisch korrektes Vergnügen.'' schreibt Stefan Bock am 7. Mai 2024 auf KULTURA-EXTRA

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