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Bewertung und Kritik zu

DEMIAN
von Hermann Hesse
 
Regie: Moritz Beichl
Premiere: 6. Dezember 2017 
Deutsches Schauspielhaus Hamburg 

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Zum Inhalt: „Meine Geschichte ist die eines Menschen – nicht eines erfundenen, eines möglichen, eines idealen oder sonstwie nicht vorhandenen, sondern eines wirklichen, einmaligen, lebenden Menschen.“ Dieser einmalige Mensch heißt Emil Sinclair und beginnt seine Erinnerung mit dem Moment, in dem ihm aufgeht, dass die Welt aus zwei Welten besteht: einer heilen, milden und hellen und einer dunklen, die das Verbotene und Gewaltsame beheimatet. Emil, dessen Zuhause die dunkle Seite nicht zu kennen scheint, ist fasziniert von dieser Entdeckung. In Person des Straßenjungen Kromer verfällt er ihr und wird, naiv und unerfahren, auch gleich zu deren Opfer, wäre da nicht Max Demian, der ihn aus Kromers Griff befreit. Demian ist anders als alle, denen Sinclair bisher begegnete. Die beiden verbindet ein geheimes Band, ein Mal, das nur für diejenigen zu erkennen ist, die es tragen. Demian kennt die dunkle und helle Welt und öffnet Sinclairs Blick dafür, dass keine davon zu bevorzugen sei. Er spricht vom freien Willen, davon, dass jeder entscheiden könne, was erlaubt und was verboten sei, davon, dass sich die Zeiten ändern und damit die Regeln. Folgerichtig sei das Absolute nur in sich selbst zu finden. Demian ist Emil einen Schritt voraus. Er scheint dessen Dilemma zu kennen, seine erwachende Sexualität, seinen Hang zur Mystik, seine Unzufriedenheit mit der Konformität des bürgerlichen Daseins, doch scheint er es auch schon gleichsam überwunden zu haben. Vor dem Hintergrund des untergehenden Europas trennen und vereinen sich ihre Wege. 

Mit Hermann Book, Sergej Gößner, Philipp Kronenberg, Gabriel Kähler, Christine Ochsenhofer, Katherina Sattler

Regie: Moritz Beichl
Bühne: Ulrich Frommhold
Kostüme: Astrid Klein
Licht: Jonathan Nacke
Dramaturgie: Nora Khuon, Mathias Wendelin
Ton: Nicanor Müller Van Der Haegen , Benjamin Owuso


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Zerberstende heile Welt
  · 09.03.18
Zu Beginn ist Emils heile Welt noch intakt. Emil Sinclair kann sich immer wieder in seine weißes Heim hoch über den Missliebigkeiten der Welt retten. Die Eltern sind liebevoll, klar und strukturiert. Doch Emil ahnt schon früh, dass das Leben noch weitere Aspekte bereit hält. Unter dem weißen Zimmer windet sich der Nachbarsjunge Franz Kromer aus weniger heilen Familienverhältnissen hervor, der Emils Unbedarftheit schnell durchschaut und ihn mit allen Mitteln erpresst. Erst ein Neuzugang auf Emils Schule, Max Demian, hilft Emil nicht nur das Verhalten von Franz sondern auch das seiner Eltern zu hinterfragen und zu einer ungewohnten Stärke zu finden. 

Seinen Eltern gefällt diese Entwicklung gar nicht und sie schicken ihn auf ein Internat. Ohne gewünschten Erfolg: Auch dort ziehen Emil gerade diejenigen an, die keine Lust haben sich an die ausgeschriebenen Regeln zu halten. 

Das weiße Heim bricht in Einzelteile auseinander. Die Wände trennen sich von seinem Fußboden, der nun zu der Spielwiese von Emil und seinen neuen Freunden wird. 

Als Emil das Internat verlässt, trifft er erneut auf Demian und lernt auch dessen außergewöhnliche Mutter kennen. Emil wähnt sich am Ende seines Weges der Erkenntnis. Bei diesen beiden Freigeistern fühlt er sich angekommen. Doch der Ausbruch des ersten Weltkrieges stellt alle drei vor neue Herausforderungen.
Der Roman von Hermann Hesse ist auf der Bühne des Jungen Schauspielhauses von Moritz Beichl mit einem klaren Konzept und dem tollen Ensemble (allen voran: Gabriel Kähler als Emil) sensibel umgesetzt. Die beweglichen, halbtransparenten Schiebewände stehen dabei sowohl für die vielen Fragen, die dieses Stück stellt, aber auch für die Antworten, die es nur andeutet, und so auch nach der Aufführung noch Stoff zum Weiterdenken bietet.

Birgit Schmalmack vom 9.3.18
www.hamburgtheater.de
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3.7
Durchschnittsnote aller Stücke
5 8
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3 12
2 4
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Kritiken: 33

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