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Bewertung und Kritik zu

LAZARUS
von David Bowie und Enda Walsh
 
Regie: Falk Richter 
Premiere: 17. November 2018 
Deutsches Schauspielhaus Hamburg 

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Zum Inhalt: Thomas Jerome Newton, der Alien, der zur Erde „fällt“, um Wasser für seinen Wüstenplaneten zu finden, hat seine Mission verloren und endet desillusioniert, einsam und zerbrochen. Er möchte sterben, zurückkehren zu den Sternen, doch er ist in sich gefangen, verfolgt von Figuren, die ihn umkreisen, wobei sich – wie im Fiebertraum – die Grenzen zwischen Halluzination und Realität verwischen. Quälende Dämonen suchen ihn auf, aber auch ein Mädchen, das Erlösung verspricht … 

1976 spielte David Bowie selbst den Außerirdischen, in der Verfilmung des Science-Fiction-Klassikers von Nicolas Roeg. Vierzig Jahre später schreibt Bowie die Geschichte Newtons weiter – gemeinsam mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh. Bowie fügt viele seiner großen Songs ein, darunter »Absolute Beginners«, »Heroes« und »This is not America«, aber auch neue Songs, eigens komponiert für das fulminante Musical. »Lazarus« ist, neben dem Album »Blackstar *« Bowies letztes Werk vor seinem Tod 2016.

Regie: Falk Richter
Bühne: Katrin Hoffmann
Kostüme: Andy Besuch
Musikalische Leitung: Alain Croubalian
Licht: Hartmut Litzinger
Video: Chris Kondek
Videomitarbeit: Ruth Stofer
Dramaturgie: Rita Thiele
Korrepetition: Martin Hornung
Vocal Coach: Jane Comerford

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3.7/5 Insgesamt 3 Bewertungen (2 mit Rezension)
1 von 3 Personen fanden die Kritik hilfreich
Müde Nummernrevue statt fiebriger Assoziationssplitter
  · 17.11.18
Newton, der Alien-Mann, der vom Himmel fiel und den David Bowie in Nicolas Roegs legendärem Film von 1976 verkörperte, sitzt auf der Erde fest. Lebensmüde muss er dennoch am Leben bleiben, da er einfach nicht sterben kann. Skurrile Gestalten kreuzen seinen Weg, unterlegt von einem Best-of zum Teil neu arrangierter David Bowie-Hits und einer Handvoll vom todkranken Meister neu geschriebener Songs.

In der ersten Szene sitzt Newton (Ex-Volksbühnen-Star Alexander Scheer) mit dem Rücken zum Publikum. Er flätzt sich in seinem Sessel und lässt TV-Bilder der vergangenen Jahrzehnte an sich vorbeiflimmern. Von 50er-Jahre-Musik über Kennedy und Reagan bis zu Pussy Riot, Olaf Scholz und Alice Weidel, dazu immer wieder CNN-Breaking News-Einblendungen.

Zäh nimmt der mit einer Pause auf 2,5 Stunden gestreckte Abend Fahrt auf. Statt des von Falk Richters erhofften interessanten Regiezugriffs tappt der „Lazarus“ am Hamburger Schauspielhaus in dieselbe Falle wie die deutsche Erstaufführung des Musicals von Matthias Hartmann in Düsseldorf. Zu brav wird ein Song nach dem anderen abgehakt. Eine müde Nummernrevue statt der im Programmheft angekündigten fiebrigen Assoziationssplitter.

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Männerfiguren zwischen Revolte, Resignation und Hoffnung (2)
  · 02.01.19
''Textlich und szenisch ist der Lazarus nicht unbedingt immer eine Offenbarung. Auch macht Regisseur Falk Richter nicht allzu viel, vermutlich auch nicht allzu viel falsch, und geht damit sehr auf Nummer sicher. Ein paar politische Anspielungen wie etwa ein Pussy-Riot-Aufritt der Girl-Dance-Group im f**k-Söder-T-Shirt reichen ihm. Die Eyecatcher sind die fantasievollen Kostüme von Andy Besuch und die Bühne von Kathrin Hoffmann, die sich drehend mal einen kahlen Pappmaché-Felsen, mal eine bunte Märchenwaldwelt zeigt. Letztendlich machen die Bowie-Songs wie "Absolute Beginners", "This Is Not America" oder "Where are we Now?" und am Ende schließlich der Welthit Heroes auch den Abend aus, bei dem es vorrangig um so klassische Themen wie Liebe, Hoffnung und Erlösung geht. Bowies künstlerisches Vermächtnis halt. 

Das Hamburger Schauspielhaus zeigt mit Lazarus - und König Lear - zwei gebrochene Männerfiguren zwischen Resignation und Hoffnung, die mit Edgar Selge und Alexander Scheer gut besetzt zumindest darstellerisch und musikalisch überzeugen können.'' schreibt Stefan Bock am 1. Januar 2019 auf KULTURA-EXTRA
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