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    Ist mein Mikro an?

    Bewertung und Kritik zu

    IST MEIN MIKRO AN? 
    von Jordan Tannahill
    Regie: Erin Brubacher, Bassam Ghazi 
    Premiere: 22. Juni 2021 (Festival Theater der Welt) 
    Düsseldorfer Schauspielhaus - Gustaf-Gründgens-Platz

    Zum Inhalt: Wie geht es von hier aus weiter? Achtzehn Düsseldorfer Jugendliche, für die der kanadische Dramatiker Jordan Tannahill das Stück Ist mein Mikro an? geschrieben hat, werden sich den Folgen des Klimawandels nicht mehr entziehen können. Diese Jugendlichen wenden sich an die Erwachsenen im Publikum, ziehen sie zur Rechenschaft und stellen bisher nicht getroffene Entscheidungen zur Diskussion, die die junge Generation nun zu treffen hat. Welche Art von Zukunft steht ihnen bevor? Sie machen Theater in Form eines Protestsongs, als eine Einladung, die Welt gemeinsam neu zu erleben.

    Mit Nika Andabaka, Frida Beucker, Lucy Brouwers, Ayla Tatu Burnaz, Sofia Cuesta Fuoß, Paula Darius, Phoenix Grün, Isoken Iyahen, Friederike Jacobs, Collins Kang, Fey Lawal, Eleni Melikidou, Hannah Juli Mellinghaus, Emir Özdemir, Maja Pindek Rabrenović, Jakob Schiefer, Tobias Valder, Shimon White

    Text: Jordan Tannahill
    Regie: Erin Brubacher, Bassam Ghazi
    Beitragende Künstler*innen: Sherri Hay & Cara Spooner
    Musik: Veda Hille
    Musikalische Leitung: Hajo Wiesemann
    Dramaturgie und Stückentwicklung: Kirstin Hess
    Regieassistenz: Solène Schlachter, Auguste Sandner

    4.0 von 5 Sterne
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    Jordan Tannahill & Erin Brubacher
    3 Jahre her.
    Kritik
    ''Die Jugendlichen werden selbst einmal Alte sein. Sind sie dann notwendig im Unrecht? Und was ist mit den jungen Menschen, die begeistert in den Ersten Weltkrieg zogen, die in HJ, SS und Wehrmacht Juden, Roma, Behinderte und Homosexuelle jagten? Am Alter kann es nicht liegen. Vielleicht sollten sich die Düsseldorfer Jugendlichen Bilder aus dem Warschauer Ghetto ansehen und überprüfen, wer da jung ist und wer alt. Nach 45 Minuten und drei Vierteln der Aufführung werden zaghaft ein paar Gegenargumente vorgetragen. Einer sagt: „Die Reichen sind die Unterdrücker, nicht die Alten.“ Auch das ist noch zu einfach. Warum richtet sich der Text nicht gegen ein System, für das der schamlose Gelderwerb oberstes Prinzip ist und genau das rechtfertigt, was hier bekämpft wird: die Unterdrückung? [...] Sie sind schrecklich sympathisch, die jungen Menschen mit den verkabelten Mikrophonen. Ihr Zorn und ihre Ungeduld sind nicht nur verständlich, sondern berechtigt. Ihren Autoren möchte man etwas mehr politische Differenzierung wünschen. Ansonsten könnte es passieren, dass ihre Jugendlichen resignieren und verstummen, noch ehe sie eine Familie gegründet und Kinder auf die Welt gebracht haben.'' schreibt Thomas Rothschild am 24. Juni 2021 auf KULTURA-EXTRA
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