Die Geschichte von der Geschichte

Bewertung und Kritik zu

DIE GESCHICHTE VON DER GESCHICHTE 
Für Familien und Kinder ab 8 Jahren
Regie: Jetse Batelaan 
Deutschland-Premiere (Online): 19. Juni 2021 (Festival Theater der Welt) 
Düsseldorfer Schauspielhaus 

Zum Inhalt: Huhu? Ist da jemand? Gibt es hier irgendwo eine Geschichte? Das Publikum ist gespannt, der Vorhang öffnet sich, und die Bühne ist – leer! Nur hinten in der Ecke lümmeln ein paar Leute. Wer sie sind, weiß noch niemand … aber Vorsicht, sie sind hinter deiner Tasche oder einem deiner Schuhe her! Die Geschichte von der Geschichte ist ein Bühnenspektakel für alle ab 8 Jahren über …? Hut ab, wenn ihr uns hinterher sagen könnt, worum es geht! Wir haben den roten Faden längst verloren, aber vielleicht findet ihr ihn wieder? Zumindest gibt es eine Stimme aus dem Irgendwo, die uns einen Weg weist … sowie fantastisches Licht, spektakuläre Kampfszenen, schwebende geometrische Objekte, und dann tritt der echte Cristiano Ronaldo auf und bringt auch gleich seine Eltern mit.

Mit: Goele Derick, Jente De Motte, Niels Kuiters, Hanneke van der Paardt, Tjebbe Roelofs, Peter Vandemeulebroecke

Konzept und Regie: Jetse Batelaan
Künstlerische Beratung: Piet Menu
Bühne und Licht: Theun Mosk
Kostüm: Liesbet Swings
Musik: Gerjan Piksen
Textbeiträge: Don Duyns
Dramaturgie: Peter Anthonissen
Übersetzung: Carolin Seidl


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Jetse Batelaan
  · 21.06.21
''Ohne die Frage nach dem „Kindgerechten“ überzustrapazieren, darf man doch wohl vermuten, dass Achtjährige von der Doppeldeutigkeit des Begriffs „Geschichte“ – als „story“ und als „history“ – überfordert sind. Die Geschichte von der Geschichte des Niederländers Jetse Batelaan gibt vor, genau davon zu handeln. Die Darsteller auf und vor der Bühne erinnern an aufgerüstete Figuren der Commedia dell'arte. Was sie tun und lassen, ist nicht zu ergründen, und das ist Absicht. Wer gegen derlei Einwände verlautet, wird postwendend eines gottverdammten Rationalismus und eines mangelnden Verständnisses für Surrealismus und Nonsens verdächtigt. Ich schwöre: ich habe größtes Vergnügen am Theater von Ubu Roi und Victor oder Die Kinder an der Macht über die Mikrodramen von Daniil Charms und Wolfgang Bauer bis zu den Bühnenbearbeitungen von konkreter Poesie durch Herbert Fritsch. Aber was Batelaan so einfällt, reicht an diese Vorbilder und selbst an klassische Clownsszenen nicht heran. Es mag ja Leute geben, die einen Donald Trump als Pappkameraden komisch finden. Man kann aber auch der Ansicht sein, dass der amerikanische Ex-Präsident, zumal für Kinder, nicht parodierbar ist.'' schreibt Thomas Rothschild am 21. Juni 2021 auf KULTURA-EXTRA
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