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    Lazarus

    Bewertung und Kritik zu

    LAZARUS
    Musical von David Bowie und Enda Walsh
    Regie: Matthias Hartmann 
    Premiere: 3. Februar 2018
    Düsseldorfer Schauspielhaus 

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    Das Düsseldorfer Schauspielhaus zeigt »Lazarus« als deutschsprachige Erstaufführung auf der Großen Bühne des Hauses am Gustaf-Gründgens-Platz. Es inszeniert Matthias Hartmann, der sein Ensemble von der Sehnsucht erzählen lässt, zu den Sternen zurückzukehren. In der Rolle des Thomas Jerome Newton gastiert der norwegische Performer und Sänger Hans Petter Melø Dahl (u. a. Needcompany und MaisonDahlBonnema).

    Regie: Matthias Hartmann
    Bühne: Volker Hintermeier
    Kostüm: Su Bühler
    Musikalische Leitung: Heinz Hox
    Videodesign: Stephan Komitsch, Roman Kuskowski
    Choreografie: Bridget Petzold
    Vocal Coach: Kerstin Brix
    Licht: Jean-Mario Bessière
    Dramaturgie: Janine Ortiz

    3.0 von 5 Sterne
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    Konventionelles Musical statt Fiebertraum
    5 years ago
    Kritik
    Enda Walsh berichtet im Programmheft-Interview mit der Dramaturgin Janine Ortiz, dass Bowie und ihm ein Fiebertraum vorschwebte. Leider ist von diesem Fiebertraum bei der deutschsprachigen Erstaufführung, die zwei Jahre nach Bowies Tod am Schauspielhaus Düsseldorf stattfand, wenig zu spüren. Matthias Hartmanns „Lazarus“ ist ein zu konventionelles Musical, das ein Best-of der Bowie-Songs mit „Heroes“ als großem Finale bietet. Die Spielhandlung zwischen den Nummern bleibt recht blass. Wie dem Ex-Burgtheater-Intendanten Hartmann schon öfter vorgeworfen wurde, ist auch dieser „Lazarus“ eine kunstgewerbliche Revue, die sich sehr beim Publikum anbiedert und dafür stehende Ovationen erntet, aber künstlerisch zu viele Wünsche offen lässt. Der eigentliche Star des Abends ist nicht der norwegische Performer Hans Petter Melø Dahl, der seinen Lebensmittelpunkt in Amsterdam hat und zuletzt vor allem mit der Needcompany von Jan Lauwers zusammenarbeitete. Er sieht David Bowie zwar verblüffend ähnlich, kann in dieser zweistündigen Inszenierung aber zu wenige Akzente setzen. Den stärksten Eindruck hinterlässt André Kaczmarczyk, der als schwarzer Todesengel und Serienmörder Valentine über die Showtreppe geistert und den Rest des Ensembles erdolcht. Er gibt dem Abend die geheimnisvolle Aura, die auch Bowie verströmte, die dem Düsseldorfer „Lazarus“ aber ansonsten fehlt. Weiterlesen
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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik
    Hochfliegender Niedergang
    5 years ago
    Kritik
    ''Die Figuren tragen schrille Kostüme aus den 1970ern und 1980ern, wie glitzernde Plateauschuhe oder Schlaghosen. Der Norweger Hans Petter Melo Dahl ähnelt dem älteren Bowie optisch sehr. Er verkörpert Newton im elegant schimmernden Anzug kühl und unnahbar mit reduziertem Spiel und eindrucksvoll kräftiger Stimme. André Kaczmarczyk mimt als Valentine einen laszive sinnlichen und gewissenlosen Widersacher Newtons. Gewappnet mit einer ausdrucksstarken Stimme, schwarzen Engelsflügeln und eng anliegenden Kostüm gibt er eine sinnlich-abgründige Diva auf diabolischen Plateausohlen. Er wird von drei Background-Sängerinnen umschwärmt. Diese auch tänzerisch immer wieder geforderten Girls erscheinen in schwarzweißen Ganzkörperanzügen wie lockende Vorboten des Todes. Sie werden bald mit einem engelsgleichen Wesen konfrontiert. Lieke Hoppe darf hier als „The Girl“ eine anrührende Version von „Life on Mars“ vortragen. Auch Rosa Enskat hinterlässt als Newtons Assistentin Elli mit lässigem Gesangsvortrag und ausdrucksstarken mimisch-gestischen Spiel einen bleibenden Eindruck.  Die achtköpfige Band spielt unter der Leitung von Heinz Hox alle 17 Titel des Musicals energiegeladen-spannungsvoll, zuweilen aber auch melancholisch-leise arrangiert. Neben den vier von Bowie eigens für das Musical komponierten Songs gibt es auch einige vor Ort performte Welthits. Zu guter Letzt beendet so Bowies Welterfolg „Heroes“ die opulente Show. Das Publikum, das bis zuletzt mit den Figuren auf der Bühne wie durch Traum und Wirklichkeit taumelte, vermag schlussendlich mit dem packenden Pathos Bowies gen Himmel driften.'' schreibt Ansgar Skoda am 5. Juli 2019 auf KULTURA-EXTRA
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