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    Staatsschauspiel Dresden
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    Theaterstraße 2 - 01067 Dresden
    Telefon: 03 51.49 13-50
    SPIELPLAN & KARTEN

    Der Besuch der alten Dame

    Bewertung und Kritik zu

    DER BESUCH DER ALTEN DAME 
    von Friedrich Dürrenmatt
    Regie: Nicolai Sykosch 
    Premiere: 5. April 2024 
    Staatsschauspiel Dresden 

    Zum Inhalt: Hilflos sieht die Gemeinde Güllen dem Niedergang ihres Städtchens entgegen, das kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch steht. Letzte Hoffnung ist die als Wohltäterin bekannte Claire Zachanassian, die nach Güllen, an den Ort ihrer ersten Liebe, zurückkehrt. Sie ist in einem alle Erwartungen übersteigenden Maße bereit, dem heruntergekommenen Städtchen auf die Beine zu helfen: Ich gebe euch fünfhundert Millionen für die Stadt und fünfhundert Millionen verteilt auf jede Familie. Die Bedingung dafür ist jedoch so absurd und anachronistisch, dass sie niemand so ernst nimmt, wie sie gemeint ist: Die alte Dame wird dann Güllen eine Milliarde zahlen, wenn jemand ihren ehemaligen Geliebten Alfred Ill tötet. Vor 45 Jahren war die junge Klara Wäscher (wie sie damals hieß) von ihm schwanger, woraufhin Alfred Ill ihre Liebe verriet und Klara verließ und verleumdete. Sie wurde ausgegrenzt und stigmatisiert und musste, von Hohn und Spott begleitet, die Stadt verlassen.

    Auf ihre moralische Integrität verweisend, lehnt die Güllener Bevölkerung das Angebot der zurückgekehrten alten Dame empört ab – und beginnt gleichzeitig, über ihre Verhältnisse zu leben. Täglich fällt es schwerer, der Versuchung zu widerstehen, aus dem Vollen zu schöpfen ...

    Regie: Nicolai Sykosch
    Bühne: Hansjörg Hartung
    Kostüme: Britta Leonhardt
    Lichtdesign: Peter Lorenz und Andreas Barkleit
    Dramaturgie: Uta Girod
    Musikalische Mitarbeit: David Kosel

    1.0 von 5 Sterne
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    Nicht Dürrenmatts Humor
    3 Monate her.
    Kritik

    ''Die Wandlung des Ill und sein Erkenntnisgewinn über sich und die anderen, ein weiterer Grundpfeiler der Geschichte, war bei Ahmad Mesgarha zwar an sich gut aufgehoben, aber ihm fehlten Raum und Resonanzfläche, weil die anderen Rollen, vor allem Sohn, Polizist und Pfarrer, nur Comicbildchen waren, ich wiederhole mich.

    Herr Regisseur, in dem Stück ist noch so viel mehr drin, von der nicht fassbaren Bedrohung, die Ill empfindet und die man auch mit heutigen social media – Bräuchen hätte abgleichen können bis zur Manipulation der öffentlichen Meinung durch die Honoratioren (wo Philipp Lux als Lehrer wenigstens im Prozess erkennbar war) wäre hier einiges möglich gewesen, was eine Vertiefung verdient hätte.

    So bleibt für mich, halten zu Gnaden, Herr Regisseur, nur ein belangloser Abend zu bilanzieren, ohne wirkliches Konzept und ohne ernstere Absichten. Das ist für ein Theater der ersten Liga, wo sich das Staatsschauspiel Dresden ja sieht, meist zu Recht, ein bisschen wenig.'' schreibt Sandro Zimmermann am 6. April 2024 auf KULTURA-EXTRA

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