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Bewertung und Kritik zu

_JEANNE_DARK_
Marion Siéfert (FR)
Premiere: 2. Oktober 2020 (Théâtre La Commune in Aubervilliers) 
Online-Premiere: 12. November 2020 
Staatsschauspiel Dresden 

Zum Inhalt: _JEANNE_DARK_, so heißt der Instagram-Account der 16jährigen Jeanne, die aus einer katholischen Familie kommt und in einem Eigenheimviertel in einem Vorort von Orléans lebt. Seit ein paar Monaten ist sie den hämischen Anspielungen ihrer Mitschüler*innen in Bezug auf ihre Jungfräulichkeit ausgesetzt. Eines Abends, allein in ihrem Zimmer, beschließt sie, nicht länger still zu halten: Sie ergreift das Wort und zwar live auf Instagram. Vor dem Spiegel, als der das Smartphone ihr dient, erzählt und erfindet sie sich selbst, tanzt, filmt, explodiert, verwandelt sich, wechselt zwischen Selbstentblößung und Selbstinszenierung.

Diese zweite Zusammenarbeit der französischen Theatermacherin Marion Siéfert (*1987) mit der Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin Helena de Laurens (*1988) ist eine Inszenierung, die gleichzeitig auf einer Theaterbühne und über einen Social Media-Kanal stattfindet. Die Idee dazu entstand lange vor der Corona-Pandemie und folgt der Frage, wie es möglich ist, das Theater in den interaktiven Raum der Social Media hinein zu verlängern. Die Inszenierung, die am 2. Oktober 2020 im Théâtre La Commune in Aubervilliers uraufgeführt wurde, gibt darauf eine beeindruckende Antwort.

Für FAST FORWARD AT WORK war es geplant, den Instagram-Livestream der Vorstellung aus dem Theater L'Empreinte, Scène nationale Brive-Tulle über diese Website mit deutschen und englischen Untertiteln zu versehen. Da diese Vorstellung aufgrund des aktuellen Lockdowns in Frankreich ausfällt, zeigen wir stattdessen eine Aufzeichnung des Livestreams, der am 4. Oktober von der Vorstellung am Théâtre La Commune in Aubervilliers zu sehen war, mit freundlicher Genehmigung der Künstler*innen und der Produktion.


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Pubertäts-Solo als Instagram-Theater
  · 13.11.20
Die junge Frau lässt ihrer Wut und ihren Gefühlsschwankungen freien Lauf, wälzt sich am Boden, schreit auf. Inhaltlich ist dieser Pubertäts-Monolog nicht besonders tiefschürfend, sondern ein Spiel mit den bekannten Klischees über diese Lebensphase, jedoch durchaus amüsant und authentisch. Interessant sind an diesem 105minütigen Pubertäts-Solo vor allem die formalen Aspekte.

Der Abend ist konzipiert als Hybrid für zwei parallele Publika: ganz klassisch für das Theaterpublikum, das sich kurz vor dem Lockdown zur Premiere am 2. Oktober 2020 im Théâtre La Commune in Aubervilliers versammelte, aber auch parallel für die Girlies auf Instagram, die genau in jener Phase stecken, von der die 16jährige Jeanne auf der Bühne erzählt. Während das Publikum im Saal das Handy ausschalten soll, weil die blendenden Displays die Vorstellung stören würden, kommentieren die Followerinnen auf Instagram live. Beim Mitschnitt ist nur zu erahnen, wie dieses Live-Experiment wirkt, mit dem sich das Theater neue Zielgruppen erschließen und neue Räume erobern möchte.

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