Staatsschauspiel Dresden
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    9 Tage wach



    Bewertung und Kritik zu

    9 TAGE WACH
    nach Eric Stehfest und Michael J. Stephan
    Regie: Sebastian Klink 
    Premiere: 10. November 2018 
    Staatsschauspiel Dresden 

    Zum Inhalt: Er nannte sie Christin oder Christ’l und führte nach der ersten ge­scheiterten Jugendliebe eine jahrelange Beziehung mit ihr. Aufgewachsen vor den Toren Dresdens kommt Eric Stehfest im Alter von 14 Jahren in der Neustadt mit der Partydroge Chrystal Meth in Kontakt. Wäre Eric ein Mädchen geworden, hätte ihm seine Mutter den Namen Christin gegeben, nach dem ersten Rausch wird Crystal für ihn eine Art Ersatzschwester, ab sofort sind Eric und Christin unzertrennlich. Seine Mutter hält trotz Abhängigkeit zu ihm, doch zu Hause lässt es sich mit dem Stiefvater und den kleinen Geschwistern schwer aushalten. Zu den Großeltern besteht loser Kontakt, über Gespräche und Fotoalben erfährt Eric, dass seine Urgroßväter Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg gewesen sind. In dieser Zeit nahmen sie Amphetamine ein, die sogenannte Wunderpille Pervitin, um die Angst vor dem Töten und Getötetwerden zu verlieren. In der Grundsubstanz ist es „das gleiche Zeug“, das Eric konsumiert, um sich unbesiegbar zu fühlen, tagelang durchzufeiern, kurz: „um zu fliegen“. Vergessen sind der familiäre Stress, der letzte Laufpass oder der verwehrte Zutritt in einen angesagten Club. Bereits der erste Konsum kann in die Abhängigkeit führen, denn wer einmal fliegt, will wieder high sein, und die klaren Momente dazwischen werden seltener. Die Droge stellt Erics Leben auf die Probe: Dealen, Verkehrsdelikte, Raub, eine Freiheitsstrafe auf Bewährung und die Trennung von seiner großen Liebe Anja, die das gemeinsame Kind abtreibt. Die Aufnahme zum Schauspielstudium in Leipzig führt zu einer kurzen drogenfreien Zeit, der Rückfall wird umso heftiger. Nach neun wachen Tagen stellt ihm die Schauspielschule ein Ultimatum: Einen Abschluss in Darstellender Kunst gibt es nur gegen Entzug und Therapie. Doch ist ein Leben ohne Christin überhaupt noch möglich?

    Heute gehört Eric Stehfest zu den Shootingstars des deutschen Fernsehens, mit 9 TAGE WACH will er über die Gefahren der Modedroge aufklären. John von Düffel hat diesen schonungslosen Bericht über die Drogenszene, den schmerzhaften Entzug und das jahrelange Doppelleben für die Bühne adaptiert.

    Regie: Sebastian Klink
    Bühne und Kostüme: Gregor Sturm
    Künstlerische Mitarbeit Bühne und Kostüme: Oliver Knick
    Musik: Kriton Klingler-Ioannides
    Licht: Richard Messerschmidt
    Dramaturgie: Svenja Käshammer

    TRAILER


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    Fiebriger Drogen-Trip
    3 years ago
    Kritik
    So sprunghaft-assoziativ wie die Roman-Vorlage ist auch der knapp zweistündige Theater-Abend, den vor allem Moritz Kienemann trägt. Er spielt den jungen Mann, der in die Spirale der Sucht hineingerät, in seiner gewohnt sehr körperbetonten Spielweise, mit der er 2019 bei den beiden Dresdner Theatertreffen-Einladungen „Das große Heft“ und „Erniedrigte und Beleidigte“. Oft in Video-Großaufnahme verkörpert er den aufgewühlten Protagonisten Eric, der in den Schlüsselszenen des Abends vor dem Staatsanwalt sitzt und sich rechtfertigen muss. Regisseur Sebastian Klink, der zu Volksbühnen-Zeiten lange Jahre Castorfs Assistent war, aber auch mit kleineren Arbeiten auffiel, verzichtet anders als sein Vorbild auf Fremdtexte, sondern bleibt in dieser Uraufführungs-Inszenierung nah an der Vorlage und ihrem Stoff. Durch schnelle Schnitte und häufige Rollenwechsel der beiden anderen Spieler*innen (Eva Hüster und Jannik Hinsch) bekommt der Drogen-Trip-Abend eine fiebrige Intensität. Weiterlesen
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