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Bewertung und Kritik zu

ODYSSEE
von Roland Schimmelpfennig
Regie: Tilmann Köhler 
Premiere: 15. September 2018
Staatsschauspiel Dresden 

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Der UntertanZum Inhalt: Homers ODYSSEE ist das früheste große europäische Epos über eine Kolonialisierung und ihre Folgen. In ihm schlägt sich zugleich, wie Horkheimer und Adorno anmerkten, „die Erinnerung an Geschichte nieder, welche Sesshaftigkeit, die Voraussetzung aller Heimat, aufs nomadische Zeitalter folgen ließ.“ Die zehnjähre Irrfahrt des mythischen Helden Odysseus, der durch seine List den Krieg gegen Troja entschieden hatte und danach über das Mittelmeer trieb, um seine Heimatstadt Ithaka zu erreichen, zeigt, wie der Krieg in der Fremde die Kolonisatoren selbst zu Nomaden und Migranten macht. Odysseus ist sich selbst, seiner Heimat und seiner Frau Penelope fremd geworden, und als Fremder kehrt er zurück – aber wohin?
Roland Schimmelpfennig, dessen Texte eine neue Form dramatischer Literatur bilden und weit über den deutschsprachigen Raum gespielt werden, hat im Auftrag des Staatsschauspiels Dresden die ODYSSEE neu und für die Bühne des Schauspielhauses geschrieben. Wie auch bei Homer werden in seiner ODYSSEE viele der Ereignisse nicht unmittelbar dargestellt, sondern als bereits vergangene erzählt oder auch erfunden. Penelope liebt einen Lehrer in dessen Kleinwagen, der Lehrer erzählt immer neue Geschichte von Odysseus, bis dieser schließlich heimkehrt nach Ithaka. Auf dem Weg dorthin fragen sich Odysseus und seine Begleiter, was das eigentlich ist, Heimat, und ob es ein Grundrecht darauf gibt. Sie begegnen dem Zyklopen, der die Eindringlinge vernichten will, andere nehmen sie auf und feiern mit ihnen, aber der kurze Willkommensrausch ist schnell vorbei.

Mit Luise Aschenbrenner, Albrecht Goette, Eva Hüster, Moritz Kienemann, Hannelore Koch, Philipp Lux, Karina Plachetka, Matthias Reichwald

Regie: Tilmann Köhler 
Bühne: Karoly Risz 
Kostüme: Susanne Uhl 
Musik: Jörg-Martin Wagner 
Licht: Michael Gööck 
Dramaturgie: Jörg Bochow 

TRAILER


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Kommt ein Mann nicht nachhause
  · 16.09.18
''Das Epos bleibt immer erkennbar an diesem Abend, aber es werden ganz andere Fragen gestellt, der Text ist unzweifelhaft im Heute gelandet. Das liegt nicht nur an des Autors glücklicher Hand, sondern auch an der kongenialen Umsetzung durch den Regisseur Tilman Köhler mit dem Bühnenbildner Karoly Risz im Bunde. 

Und es sind die SchauspielerInnen, die dem Ganzen Leben einhauchen, neben den oben schon Genannten aus des Hauses Straße der Besten sind dies in willkürlicher Reihenfolge: Philipp Lux, Eva Hüster, Karina Plachetka, Moritz Kienemann, Luise Aschenbrenner und Matthias Reichwald, die im dreifachen Doppel nicht nur äußerst präzise spielen und chorisch sprechen, sondern auch ganz fantastisch singen. Das würde auch als Hörspiel reüssieren, so perfekt ist das umgesetzt, und vielleicht tut es das ja auch bald. 

Man (also ich) kann diesen mit 1.45 h recht kurzen Abend in all seinen Facetten nur schwer adäquat beschreiben. Man (also wir) sollte(n) ihn dafür ein zweites Mal sehen. Aber es ist ein großer Wurf, der den Beteiligten hier gelungen ist, soviel lässt sich zweifellos sagen.'' schreibt Sandro Zimmermann am 16. September 2018 auf KULTURA-EXTRA
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