DARMSTADT



Bewertung und Kritik zu

Ich schaue dich an (Je te regarde)

Bewertung und Kritik zu

ICH SCHAUE DICH AN (JE TE REGARDE)
von Alexandra Badea
Regie: Barish Karademir 
Online-Premiere: 27. Juni 2020 
Staatstheater Darmstadt

Zum Inhalt: Vier Personen sitzen anonymisiert in verschiedenen Winkeln des globalen Cyberspace: Ein Konzernchef verliebt sich in eine aufstrebende Angestellte am anderen Ende der Welt. Eine Ehefrau kämpft mit ihrem zerbrechenden Glück. Eine Gefängniswärterin gerät in emotionale Abhängigkeit zu einem Inhaftierten, der versucht sie auszunutzen. Und ein Sicherheitschef eines Flughafens hat Schwierigkeiten, den neuen Sicherheitssystemen zu vertrauen. In einer entscheidenden Minute werden sich die Leben dieser vier kontrollsüchtigen Menschen in der echten Welt begegnen. Bis dahin verbringen sie ihre Lebenszeit in virtuellen Schnittstellenbeziehungen mit Avataren, auf Dating Sites oder vor Spycams. Sie lächeln und flirten mit der Überwachungskamera, selbst die Einschätzung des persönlichen Glücks wird einem Computerprogramm überlassen. Der Mensch wird die Marionette des Computers. Regisseur und Choreograf Barish Karademir lässt Schauspieler auf Tänzer, Texte auf Bewegungen treffen. 

Le sacre du printemps (Das Frühlingsopfer)

Bewertung und Kritik zu

LE SACRE DU PRINTEMPS (DAS FRÜHLINGSOPFER) 
von Bryan Arias & Edward Clug
Premiere: 29. Februar 2020 
Hessisches Staatsballett im Staatstheater Darmstadt

Zum Inhalt: Mit dem Doppelabend »Le sacre du printemps« reiht sich das Hessische Staatsballett mit zwei zeitgenössischen Positionen von Bryan Arias und Edward Clug in die lange Aufführungsgeschichte des „Frühlingsopfers“ ein. Arias setzt sich in dem Auftragswerk »29 May 1913« mit dem skandalumwitterten Ereignis der Pariser Uraufführung auseinander und entwickelt einen vielschichtigen Blick auf die Konditionen unserer Kulturreflexion. Clug schuf in seiner 2012 am Slowenischen Nationaltheater in Maribor uraufgeführten Choreografie eine feinsinnige Symbiose aus archaischer Grundthematik und hypnotischer Hingabe des Tanzes an die Musik. Neben dem bewussten Umgang mit Tradition schwingt in dieser Werkinterpretation eine differenzierte Betrachtung der Rezeptionsgeschichte des Stoffes mit.


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