Król Roger

Bewertung und Kritik zu

KRÓL ROGER 
von Jarosław Iwaszkiewicz
Regie: Tomo Sugao 
Premiere: 14. Mai 2022 
Staatstheater Cottbus 

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Zum Inhalt: Im mittelalterlichen Sizilien herrscht König Roger der Zweite. Plötzlich taucht in seinem Reich ein charismatischer, schöner Hirte auf. Es heißt, er huldige einer neuen Gottheit und verführe die Menschen zu exzessivem Rausch. Auf Bitten Roxanes, der Gemahlin Rogers, widersetzt sich der König den Forderungen von Volk und Kirche, den bedrohlichen, verführerischen Jüngling hinzurichten. Er erkennt die Macht des neuen Glaubens an, von dem der Hirte erfüllt ist. Um ihm zu folgen, legt er die Zeichen seiner Herrschaft ab und begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse, an deren Ende ihm der Jüngling in Gestalt des Gottes Dionysos erscheint. Den Morgen begrüßt Roger, innerlich verwandelt, mit einer frohen Hymne.

Ein „sizilianisches Drama“ nannte der Komponist Karol Szymanowski seine Oper KRÓL ROGER. Sie beginnt mit einer Messe: „Domine Deus“, der Herrgott wird im Stile alter Kirchenmusik angerufen. Später mischen sich arabi­sche Stilelemente in die moderne Partitur. Neues und Altes, vermeintlich Fremdes und Eigenes, verschmelzen unter der Glutsonne Siziliens und öffnen den Raum für ein großes „Mysterium“, ein Werk über Glauben, Toleranz und die eigentümliche Macht der Verwandlung im menschlichen Leben.

Musikalische Leitung: Alexander Merzyn
Regie: Tomo Sugao
Bühne: Julia Katharina Berndt
Kostüme: Carola Volles
Lichtdesign: Mark Van Denesse
Choreografie/Regiemitarbeit: Andrea Danae Kingston
Choreinstudierung: Christian Möbius
Einstudierung Kinderchor: Norienne Olberg
Dramaturgie: Katharina Duda und Patric Seibert-Wolf
Sprachcoaches: Aneta Kołton, Magdalena Pawlisz und Pawel Piekut


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  · 15.05.22
''Die fulminanten Stimmen von der Sopranistin Ketevan Chuntishvili (als Roxane) und Tenor Alexey Sayapin (als Edrisi) fielen mir nachklingenderweise auf. Ja und der Opernchor des Staatstheaters Cottbus inkl. Kinder- und Jugendchor (Einstudierung: Christian Möbius): eine bollwerkige Wucht - alles auf Polnisch einstudiert, Respekt!! Dass Generalmusikdirektor Alexander Merzyn die so selten aufgeführte Szymanowski-Oper aktuell dann auf die Notenpulte legen ließ, adelte ihn nicht bloß als alles im Griff habenden Dirigenten, sondern auch als absoluten Kenner und Könner der von ihm veranlassten Materie.

Die hochbejubelte Premiere im leider nur zu zwei Dritteln (oder weniger sogar) besetzten Großen Haus des Staatstheaters Cottbus zeugte davon, dass das Stück in seiner klugen und ironischen Gesamtsicht unbedingt noch mehr Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen sollte - dass das potenzielle Publikum auch was Gigantisches zu hören kriegen würde, haben wir im Obigen schon "angemahnt"; also: Bitte noch viel mehr werben, werben, werben für den Cottbuser Król Roger!!!'' schreibt Andre Sokolowski am 15. Mai 2022 auf KULTURA-EXTRA
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