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Bewertung und Kritik zu

BRASSED OFF - MIT PAUKEN UND TROMPETEN
nach dem gleichnamigen Film von Mark Herman
Regie: Jörg Steinberg 
Premiere: 10. November 2018 
Staatstheater Cottbus 

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Zum Inhalt: Danny ist Dirigent einer Blaskapelle im englischen Kohlebergbaugebiet. Die Zeche bildet die Existenzgrundlage vieler Bewohner, die Kapelle ist Teil ihrer Identität. Als die Grube geschlossen werden soll und vielen Männern der Jobverlust droht, scheint auch das Engagement für die Musik abhanden zu kommen. Aber Danny gibt sich nicht geschlagen. Als auch noch Gloria zur Kapelle stößt, können sie gemeinsam neuen Mut entfachen – denn ein Wettbewerb steht an! Bis zum nationalen Finalausscheid der Blaskapellen ist es nicht mehr weit: In der Royal Albert Hall in London könnte das Orchester Geschichte schreiben. Aus der Musik und der Gemeinschaft wird ein herzerwärmender, solidarischer Akt des Widerstands gegen Kulturabbau.
1996 kam Mark Hermans Film „Brassed Off“ ins Kino. Ganz nah an den Entwicklungen der Zeit erzählte er mit typisch britischen Elementen des sozialkritischen Films anrührend Geschichten um die Bergarbeiterfamilien im englischen Grimley. Jörg Steinberg inszeniert nach MOMO und DAS SPARSCHWEIN mit BRASSED OFF ein von Musik durchdrungenes Drama nah an den Gefühlen der Protagonisten – unterstützt vom Blasorchester Cottbus e. V.

Mit Thomas Harms, David Kramer, Lena Sophie Vix, Kai Börner, Sigrun Fischer, Rolf-Jürgen Gebert, Susann Thiede, Michael von Bennigsen, Lisa Schützenberger, Lucie Thied, Axel Strothmann, Josephine Fabian

Regie: Jörg Steinberg
Bühne: Fred Pommerehn
Kostüme: Stephanie Dorn
Musikalische Gesamtleitung: Hans Petith
Dramaturgie: Lukas Pohlmann
Regieassistenz: Marian Joel Küster


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3.7/5 Insgesamt 3 Bewertungen (1 mit Rezension)
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Die Blasmusik ist großartig
  · 23.03.19
''Es ist tatsächlich einer dieser seltenen Abende, nach denen man - obwohl wir Zeuge werden, wie arrogante Kapitalisten und Politiker sich einen Dreck um das Schicksal einzelner Menschen scheren - ziemlich beschwingt und fast ein wenig beglückt aus dem Theater kommen. Denn die Inszenierung hat den richtigen Rhythmus und variiert das Tempo immer wieder, ist mal laut und mal leise, mal nachdenklich, mal zupackend, mal satirisch und mal sozialkritisch.

Die Blasmusik ist großartig, die Leistungen der Schauspieler bewunderungswürdig - und alle Beteiligten bekommen zum Schuss zu Recht stehende Ovationen des Publikums. Nur ein kleines Detail macht mir zu schaffen: die extra für die Bühnenfassung erfundene Figur der Amy, ein Mädchen, das die Zuschauer mit Erläuterungen und Kommentaren durch die Handlung führt, am Anfang die Zeit der Thatcher-Ära und Arbeiterkämpfe erklärt, zwischendurch mit einem Fußball über die Bühne bolzt und zum Schluss einen Text aufsagt, der den Tod besiegen und das Leben feiern will. Lucie Thiede macht ihre Sache - als Amy - gut, aber ich hätte auch gut auf diese erfundene Figur verzichten können, die meint, uns Dinge erklären zu müssen, die für sich selber sprechen und die wir eigentlich auch ohne Souffleuse verstehen.'' schreibt Frank Dietschreit auf kulturradio.de
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