The End. Eine Replikantenoper



    Bewertung und Kritik zu

    THE END. EINE REPLIKANTENOPER
    von Jan Eichberg
    Regie: Felix Rothenhäusler 
    Premiere: 26. September 2019 
    Theater Bremen 

    eventim
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    Zum Inhalt: „Du befindest Dich auf der Erde. Dafür gibt es keine Heilung.“ (Samuel Beckett) — Im düsteren Los Angeles der gar nicht allzu fernen Zukunft scheint der Regen nie aufzuhören. Licht spenden nur noch die blendend hellen Reklametafeln, und der Smog hängt tief über den Köpfen der Menschen. Hier gibt es keine Bäume mehr, keine Pflanzen. Tiere und Insekten sind zur Seltenheit geworden und damit zum heißbegehrten Statussymbol. Diese Welt ist geteilt in echt und künstlich, mächtig und gejagt. Kaum zu unterscheiden vom Original sind die sogenannten Replikanten, künstliche Menschen zweiter Ordnung, Wesen ohne Geschichte, ohne Erinnerung, erschaffen nur, um zu funktionieren. Und doch schimmert in ihren Augen so etwas wie Gefühl, vielleicht sogar Liebe? Die Grenzen zwischen Realität und Erinnerung, Traum und Dystopie verschwimmen immer mehr und hinterlassen vor allem Fragen danach, was es eigentlich bedeutet, Mensch zu sein. Der Klang unserer Zukunftsängste verbindet sich mit der Hoffnung auf eine bessere Welt, eine Welt ohne Menschen vielleicht, eine Welt ohne Ende.

    mit Annemaaike Bakker Nadine Geyersbach, Justus Ritter, Matthieu Svetchine, Alexander Swoboda, Jo Flüeler, Moritz Widrig

    Regie: Felix Rothenhäusler
    Bühne: Katharina Pia Schütz
    Kostüme: Elke von Sivers
    Licht: Peter Schmidt
    Musik: Moritz Widrig, Jo Flüeler
    Dramaturgie: Theresa Schlesinger


    WIR EMPFEHLEN

    4.0 von 5 Sterne
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    Blade Runner trifft Weihnachtsevangelium
    2 years ago
    Kritik
    „The End. Eine Replikantenoper“ ist ein sehr ungewöhnlicher Theaterabend, der trotz des statischen Settings, bei dem sich die Spieler*innen nicht von der Stelle bewegen, die Leichtigkeit einer experimentierfreudigen Studio-Inszenierung hat. Der Bremer Hausregisseur Rothenhäusler trieb sein aus früheren Inszenierungen wie „Trüffel Trüffel Trüffel“ bekanntes Stilprinzip, dass das Ensemble neben einander aufgereiht ist, diesmal auf die Spitze. Während sich seine Spieler*innen bei der unterhaltsamen Münchner Farce einander zuwandten, richten die Androiden den Blick immer starr geradeaus ins Publikum. Mit verfremdeten Stimmen und todernst-regloser Miene sprechen sie den anspielungsreichen Text. Wie funktioniert der Abend im Stream? Als Live-Erlebnis in der Studioatmosphäre des Kleinen Hauses wirken der prasselnde Regen, die durchnässten Spieler*innen und der von den Wassermassen beschädigte Vorhang sicher wesentlich intensiver als in der abgefilmten Version. Im Stream kommen jedoch die Zooms auf die reglosen Gesichter des monoton sprechenden Ensembles gut zur Geltung. Auch die mehrfach eingesetzten Überblendungen zwischen Spieler*innen und Musikern sind ein interessante, eine leicht surreale Atmosphäre hervorrufende Stilmittel. Komplette Kritik mit Bildern
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