Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Bewertung und Kritik zu

GAS – PLÄDOYER EINER VERURTEILTEN MUTTER
von Tom Lanoye
Regie: Alize Zandwijk 
Premiere: 7. Mai 2017 
Theater Bremen

Eingeladen zu den Berliner Autorentheatertagen (2018) 
Buch kaufen

Die GlasmenagerieZum Inhalt: Er hat zweihundert Menschen in den Tod geschickt. Er ist ein Attentäter, ein Mörder. Sie schaut auch in ihr eigenes Gesicht, wenn sie in seines sieht. Denn sie ist seine Mutter. Sie hat ihn geboren, ihn erzogen, ihn dabei Stück für Stück verloren an eine vernichtende Ideologie. In ihrem Plädoyer nimmt sie nicht Partei für ihn. Vielmehr verteidigt sie sich selbst, ihre Liebe, ihre Trauer. Darf sie überhaupt um ihn trauern? Darf sie ihn noch lieben? Darf sie sich bemühen, ihn zu verstehen? Mit schmerzhafter Offenheit teilt sich die Mutter dem Publikum mit, lässt es teilhaben an ihrem zerstörten Leben. Ist sie eines seiner Opfer oder ist sie als Mutter des Täters Teil seiner Taten? Klar, schroff, unsentimental und mit poetischer Kraft zeichnet Tom Lanoye diese Figur zwischen Abscheu und Zuneigung zu ihrem verlorenen Sohn und schafft ein eindrückliches, sehr persönliches Bild des Terrors. 

Mit: Fania Sorel

Regie: Alize Zandwijk
Ausstattung: Nadine Geyersbach
Licht: Christopher Moos
Dramaturgie: Simone Sterr

TRAILER


Wie fandest du das Stück?
- ein Klick auf die Sterne -
Schreibe eine Kritik
4.5/5 Insgesamt 2 Bewertungen (1 mit Rezension)
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Gas. Plädoyer einer verurteilten Mutter
  · 14.06.18
''Vom bleibenden Geburtserlebnis in der Folge ihres Kaiserschnitts bis zu der polizeilich angeordneten Identifikation der Sohnesleiche spannte sich ein Bogen der sporadisch-episodischen Erinnerungen einer Mutter, die, alleinerziehend, von dem nächsten Menschen ihrer mittelbaren Nähe Dieses oder Jenes unbedingt zu wissen meinte, aber - was sie freilich jetzt und hinterher begriff - wenig bis nichts über ihr eigen Fleisch und Blut erfahren sollte... 

Und je mehr der Zuhörer und Zuseher sich in die hochemotionalen Fänge dieser mikrokosmischen Familientragödie 'reinbegab, umso schlagartiger verdichtete sich immer mehr die Frage: 

Wo war eigentlich der Vater des besagten Täter-Jungen? Gab es überhaupt dann einen?? Hätte alles das "verhindert" werden können, wenn es einen fürsorglichen Mann - sowohl dann an der Seite der Betroffenen wie ihres Sohns - gegeben hätte??? 

Die Verlierer sind zumeist auch die Verlassenen. 

Zwingend gespielt. Total berührend.'' schreibt Andre Sokolowski am 14. Juni 2018 auf KULTURA-EXTRA
WAR DIE KRITIK HILFREICH FÜR DICH?
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich anmelden:
DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

ANZEIGE

3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 492+
4 1147+
3 987+
2 583+
1 281+
Kritiken: 1469
HIER KÖNNTE IHRE 
WERBUNG STEHEN
10 € / Woche
ANZEIGE

ANZEIGE

 AUF DER BÜHNE © 2018                            
eventim Reservix Ticketing System

                                                                                                          Anmelden  Registrieren
Toggle Bar