West Side Story

Bewertung und Kritik zu

WEST SIDE STORY
von Leonard Bernstein
Regie: Erik Petersen 
Premiere: 15. September 2019 
Theater Bonn - Oper 

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Zum Inhalt: Der Erfolg von WEST SIDE STORY, eines der, wenn nicht gar das bedeutendste Werk des amerikanischen Musiktheaters, begann als neue Version des Romeo-und-Julia-Themas zunächst mit der Idee einer Geschichte der Liebe eines jüdischen Mädchens zu einem katholischen Jungen. Seit 1949 beschäftigte sich der Komponist mit diesem Thema – in der endgültigen Bühnenfassung, die 1957 in New York uraufgeführt wurde, trat an die Stelle der Religion das Einwanderungsproblem zwischen den Jets, die als in Amerika geborene Jugendliche die Sharks bekämpfen, eine Gruppe von eingewanderten Puertoricanern. Romeo-Tony liebt Julia-Maria, die zu verfeindeten Banden gehören. Tony wird von einem Shark erschossen. Angesichts eines Toten bringt Maria die beiden Gangs endlich dazu, Frieden zu schließen. Die Musik benutzt Elemente des Jazz sowie der damals aktuellen Tanzmusik und macht auch gelegentliche Anleihen beim italienischen Opernstil. Die Songs Tonight, Maria, America, I Feel Pretty und Somewhere sind auch unabhängig von ihrem musiktheatralen Zusammenhang zu Evergreens nicht nur der amerikanischen Populärmusik, sondern der Weltmusik schlechthin geworden.

Mit: Lucas Baier, Jan Rekeszus, Roy Goldman, Rico Salathe, Paul Csitkovics, Arvid Assarsson, Denis Edelmann, Robert Lankester, Roberto Junior, Beatrice Reece, Karina Kettenis, Martina Vinazza, Marina Petkov, Sybille Lambrich, Andreas Wolfram, Marie Heeschen, Dorina Garuci, Reginald Holden Jennings, Domenico Poziello, Javier Ojeda Hernandez, Romeo Salazar, Diego Federico, Kara Kemeny, Samantha Marie Senn, Michelle Saget, Marta Calandrino, Sharon Isabell Rupa, Josef Michael Linnek, Daniel Berger und Stefan Viering

Musikalische Leitung: Daniel Johannes Mayr
Inszenierung: Erik Petersen
Ausstattung: Dirk Hofacker
Licht: Thomas Roscher
Choreografie: Sabine Arthold
Soundddesign: Stephan Mauel


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Wenn die Liebe auf der Strecke bleibt
  · 28.09.19
''Können fahrende Bahnwaggons zum rechtsfreien Raum werden? Passionierte U-Bahn-Fahrer erleben zuweilen Erstaunliches während ihrer Kurztrips. Da gibt es Ausfälle, Verspätungen, überfüllte Züge, Falschansagen, böses Blut und viele unflätige Fahrgäste. Regisseur Eric Petersen erzählt Leonard Bernsteins Musical West Side Story von 1957 an der Oper Bonn in einer S-Bahn-Untergrundstation mit provokanten Gewaltszenen. Für allerlei bewegende Beweglichkeit und belebende Begegnungen ist somit gesorgt. Deutsche Dialoge werden durch englischsprachige Songs unterbrochen, in die sich meist sehenswerte Tanzchoreographien einfügen. Aus technischen Gründen fehlen Übertitel der englischsprachigen Songs, von denen aber bereits viele Klassiker bekannt sind, wie „Somewhere“, „Tonight“, „Maria“ oder „America“. Das groß besetzte Beethoven Orchester Bonn meistert die Partitur ganz bravourös und setzt rhythmische Akzente. (...)

Ein packender Musical-Sound, eine behutsam Inszenierung und insbesondere die kraftvollen Choreographien mit einer tänzerischen Spitzentruppe lassen Bernsteins Broadway Meisterwerk weitestgehend originaltreu wieder aufleben.'' schreibt Ansgar Skoda am 24. September 2019 auf KULTURA-EXTRA
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