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Bewertung und Kritik zu

OH WIE SCHÖN IST PANAMA MALTA
zusammengestellt von Volker Racho
Regie: Simon Solberg 
Premiere: 28. März 2019 
Theater Bonn 

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Zum Inhalt: Laura ist als Investigativ-Journalistin Teil des Netzwerkes International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), welches die Unterlagen zu den Panama Papers ausgewertet hat. Über einen ehemaligen Kollegen bekommt sie Material zugespielt, das sie direkt nach Malta führt. Der kleine Inselstaat in strategisch wichtiger Lage zwischen Afrika und Europa ist ein Steuerparadies für Briefkastenfirmen, Yacht- und Flugzeugbesitzer sowie Internet-Glücksspielplattformen aus aller Welt. Vor Ort trifft Laura auf ihre Kollegin Daphne Caruana Galizia, die bereits tief in den Recherchen von dubiosen Verstrickungen der Regierung bis hin zur Geldwäsche der Mafia steckt. Die Anzahl von Galizias Feinden ist groß: es gibt offenkundige Korruption bis in die höchsten Regierungskreise – seit 2010 gab es 19 Bomben- Attentate, allein fünf davon in den vergangenen zwölf Monaten. Laura sieht ihre Recherche zunehmend behindert und ihr werfen sich einige Fragen auf: Wie kann das alles im Herzen Europas stattfinden? Die Verhältnisse scheinen auf politischer Ebene europaweit bekannt, doch keine Konsequenzen folgen. Warum? Wer profitiert davon? Laura begibt sich auf die Suche nach der Verbindung zwischen dem kleinen Inselstaat und Deutschland und erhält immer tiefere Einblicke in ein internationales Netz aus illegalen Machenschaften von Regierungen, Großkonzernen und der Mafia.

Mit: Doris Dexl, Alois Reinhardt, Annika Schilling, Gustav Schmidt und Klaus Zmore

Regie und Bühne: Simon Solberg
Kostüme: Franziska Harm
Licht: Maximilian Urrigshardt
Sounddesign: Gerrit Booms
Dramaturgie: Elisa Hempel

TRAILER


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Finanzhaie gestalten Steuerparadies
  · 29.05.19
''Simon Solberg, der auch das Bühnenbild verantwortet, platziert mehrere Stapel Umzugskisten voller Akten und Papiere auf der Bühne. Im Stückverlauf werden diese Stapel unterschiedlich aufgestellt und choreographiert. Einige Umzugskästen werden geöffnet und die enthaltenen Papiere studiert oder zu den anderen im Bühnenwand-Schaubild gepinnt. Bald befestigt Annika Schillings Laura sogar im Eifer des Gefechts Pinnzettel und Dina4-Blätter an ihrem gesamten Körper. Gustav Schmidt und Alois Reinhardt sorgen derweil als kleiner Bruder respektive Gatte mit eindrucksvollen Breakdance-Nummern für Bewegung, womit sie auch ihr Unverständnis für die komplexe Arbeit Lauras überspielen. Sie erscheint gegen Ende zunehmend alleingelassen. 

Laura stimmt zu guter Letzt einen tiefgründigen Schlussakkord an. Sie erzählt eine Geschichte von zwei Fischen. Die beiden begegnen im Schwarm einem einzelnen entgegenkommenden Fisch, der unter ihnen schwimmt. Der alleinschwimmende Fisch fragt die beiden, wie das Wasser oben sei. Die beiden antworten nicht und schwimmen weiter. Da fragt der eine den anderen, was denn zum Teufel Wasser sei. Diese kleine Geschichte deutet an, dass wer mit dem Strom schwimmt, sich vielleicht nicht genug bewusst darüber wird, was ihn schwimmen lässt? Wer hingegen gegen den Strom schwimmt, nimmt mitunter deutlicher wahr. 

Schwimmen wir etwa zu sehr mit dem Strom und nehmen deshalb Unverhältnismäßigkeiten nicht deutlich genug wahr? Wenn wir die organisierte Finanzkriminalität innerhalb der EU nicht bekämpfen können, wie steht es da um die Stabilität der EU Wirtschafts- und Währungsunion? Wie steht es um die Pressefreiheit, wenn mutige investigative Journalisten ermordet und ihre weniger mutigen Kollegen eingeschüchtert werden. Insgesamt ist Oh wie schön ist Panama Malta etwas zu laut, zu geballt, teilweise etwas zu komplex, aber gerade aufgrund der politischen Relevanz, der Tiefe gedanklicher Anregungen und der großen schauspielerischen Ensembleleistungen sehr sehenswert.'' schreibt Ansgar Skoda am 29. Mai 2019 auf KULTURA-EXTRA
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