Bewertung und Kritik zu
KING LEAR
von William Shakespeare
Regie: Johan Simons
Premiere: 10. September 2020
Schauspielhaus Bochum
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Zum Inhalt: King Lear gilt als Gipfel des Theaters, schwer einzunehmen, von dort aus blickt man in den Abgrund. Es ist ein Königsdrama, an dessen Beginn der alte König einen rhetorischen Wettbewerb zwischen seinen drei Töchtern ausruft, die jüngste enterbt, sein Reich zweiteilt und die Macht abgibt. Doch statt eines geruhsamen Alterssitzes wartet auf Lear eine Odyssee, auf der er alle bisherigen Gewissheiten verlieren wird. Ähnlich geht es seinem Getreuen, dem Graf von Gloster, der auf eine Intrige seines illegitimen Sohnes Edmund hereinfällt und den ehelichen Sohn Edgar verstößt, dabei jedoch selbst zu Fall kommt. King Lear ist ein Drama des Krieges, zwischen Generationen, zwischen Geschwistern, zwischen Heeren. Es ist ein Drama, in dem die Mütter fehlen, der Reiche zum Bettler und der Blinde zum Sehenden wird. Es ist ein Endspiel, in dem die alte Ordnung zerbricht und Werte zu Ruinen werden, zwischen denen ein Sturm wütet, nach dem vielleicht das Nichts kommt. Oder etwas Neues.
Mit: Mourad Baaiz, Patrick Berg, Pierre Bokma, Konstantin Bühler, Anna Drexler, Ann Göbel, Stefan Hunstein, Michael Lippold, Steven Scharf
Regie: Johan Simons
Neuübersetzung: Miroslava Svolikova
Bearbeitung: Koen Tachelet
Mitarbeit Bearbeitung: Angela Obst
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Greta Goiris
Soundkonzept: Warre Simons
Sounddesign: Robin Koek
Videodesign: Lennart Laberenz
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Angela Obst, Koen Tachelet