We wear our wheels with pride ...

Bewertung und Kritik zu

WE WEAR OUR WHEELS WITH PRIDE ... 
Robyn Orlin / City Theater & Dance Group
Regie: Robyn Orlin 
Deutschland-Premiere: 17. August 2022 
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 

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Zum Inhalt: Aufgerüttelt von Erinnerungen an die eigene Kindheit in Johannisburg während der Apartheid widmet sich die südafrikanische Choreografin Robyn Orlin in “We wear our wheels with pride and slap your streets with color… we said ‘bonjour’ to satan in 1820…” den Praktiken von Zulu-Rikschafahrer:innen und ihren kolonialistischen Verstrickungen. Acht junge südafrikanische Tänzer:innen inszenieren in den traditionellen, bunten Kostümen ein Schauspiel, hinter dem sich ihre miserablen Lebensbedingungen verbergen. So würdigt Orlin den Zauber und die Kreativität der Rikschafahrer:innen und führt gleichzeitig vor, was auf den ersten Blick verborgen bleibt: ihren tieferliegenden Widerstandskampf und ihr Beharren auf der eigenen Würde.

Mit: Tänzer:innenvon Moving Into Dance Mophatong: Sunnyboy Motau, Oscar Buthelezi, Eugene Mashiane, Lesego Dihemo, Sbusiso Gumede, Teboho Letele

Choreografie: Robyn Orlin
Live-Musik & Komposition: UkhoiKhoi / Yogin Sullaphen & Anelisa Stuurman
Videodesign: Eric Perroys
Kostümdesign: Birgit Neppl
Lichtdesign: Romain de Lagarde
Management: Jean-Marc L’Hostis
Tourmanagement: Thabo Pule
Stagemanagement: Jordan Azincot
Booking: Damien Valette
Koordination: Louise Bailly


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Ernstes Anliegen droht in Partystimmung unterzugehen
  · 18.08.22
Zwischen Comedy, Kindergeburtstags-Mitmach-Aktionen des Publikums, Video-Installationen, ausgelassenen Tanz-Einlagen in traditionellen afrikanischen Gewändern und wenigen stillen Momenten schaltet der 70 Minuten kurze Abend blitzschnell hin und her.

Die große, schwer zu bespielende Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz füllen die acht jungen Tänzer*innen vom Moving Into Dance Mophatong-Ensemble aus Johannesburg mit ihrer Power problemlos. Dementsprechend werden sie am Ende auch mit Standing Ovations gefeiert.

Als Party funktioniert das Gastspiel gut, aber die Versatzstücke des Abends wirken doch zu sehr als Sammelsurium aneinander gereiht. Dass es der Choreographin und ihrem Team um eine Erinnerung an Zulu-Rikschafahrer*innen und ihre kolonialistischen Ausbeutung geht, lässt sich für ein europäisches Publikum nur durch spärliche Zwischentitel und den Programmzettel erahnen. Zwischen oft regelrecht albernen Passagen, bei denen das Publikum aufgefordert wird, im Takt auf den Stühlen mitzuwippen, geht das ernste Anliegen über weite Strecken des Abends verloren.

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Robyn Orlin / City Theater & Dance Group
  · 18.08.22
''n dem zirka 70-minütigen Tanztheater-Stück sprang gleich von Anfang an der mitreißende Funke auf die anwesenden Tanztheater-Fans in der über zwei Drittel gefüllten Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz über. Frontfrau war die Sängerin Anelisa Stuurman (begleitet von ihrem Musikerkollegen Yogin Sullaphen), und sie wurde von sechs quiriligen und das Publikum zum permanenten "Mitmachen" animierenden Tänzern inkl. einer Tänzerin von City Theater & Dance Group aus Südafrika frohgemut flankiert; also vom insgesamten Stimmungspegel her war's spürbar ansteckend.

Sehr schöne bunte Masken und Kostüme (von Birgit Neppl), und immer wieder dann die immergleichen Video-Mätzchen (von Eric Perroys): 1 Maske auf 1 buntes Tuch, und dann einer der sechs quirlig Agierenden hinzugemixt, und das sechs mal hintereinander. Also rein von seiner Buntheit und Bewegungsvielheit her wurde es allen Anwesenden - außer mir als anwesender Oberspaßbremse - nicht langweilig.'' schreibt Andre Sokolowski am 18. August 2022 auf KULTURA-EXTRA
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