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Bewertung und Kritik zu

VON EINEM DER AUSZOG, WEIL ER SICH DIE MIETE NICHT MEHR LEISTEN KONNTE
Oper von Dirk von Lowtzow und René Pollesch
Regie: René Pollesch 
Premiere: 12. März 2015 (Uraufführung) 
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

Das war sie also, die Geschichte von mir und Dingsda. Es war zu Ende. Das Begehren war weg und merkwürdigerweise auch die Realität. Ich hätte vielleicht erwartet, dass ich den Realitätssinn verliere, so wie früher, wenn deine Worte und Versprechungen und das was dann passierte, nicht mehr in den Rahmen dessen passte, was ich an Vorverständnis für Szenerien mitbringen konnte. Aber diesmal, und es wird unser letztes Mal gewesen sein, war es anders. Das, was ich die wirkliche Welt nenne, die, die wir eben so verstehn können, und auseinandernehmen und auch verbessern, ist in dem Moment kollabiert, und hat sich ganz und gar aufgelöst. Es gibt dich nicht mehr. Ich meine, begehrenstechnisch, und ich frage mich, wie du vor mir verschwinden konntest. Weißt du, zu sagen, dass du für mich gestorben bist, trifft es ja nicht. Damit wischt man ja nur das Problem weg und ignoriert, was da vor einem steht, das elementare phantasmatische Objekt. Weißt du, wenn jemand wie ich, so viele Geschichten zusammengetragen hat, über alle Zustände, in denen ich mit dir war, und diese Geschichten, wenn zwei Leute dann eines Tages in einem Raum stehen, und das alles hat nichts mehr mit ihnen zu tun...

Mit: Franz Beil, Lilith Stangenberg, Martin Wuttke, Martin Gerke (Bariton), Deutsches Filmorchester Babelsberg, Oliver Pohl (Dirigent) und Rundfunk-Kinderchor Berlin am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium

Text und Regie: René Pollesch
Songtexte und Komposition: Dirk von Lowtzow
Arrangements und Orchestrierung: Thomas Meadowcroft
Bühne: Bert Neumann
Kostüme: Nina von Mechow
Licht: Lothar Baumgarte
Ton: Christopher von Nathusius, William Minke
Video: Jens Crull
Soufflage: Tina Pfurr
Dramaturgie: Anna Heesen

Spieldauer: 1 Stunde 40 Minuten   


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Pollesch/von Lowtzow an der Volksbühne
  · 07.05.15
Dafür, dass sich auch dieser Abend nicht nur selbstreferentiell im Kreis dreht, sorgt der Orca-Wal, der nach einer knappen halben Stunde von der Bühnendecke heruntergelassen wird. Dieser Blickfang dient den drei Schauspielern als Zufluchtsort, Garderobe und zusätzliche Dialog-Kampfstätte, und wird mir länger in Erinnerung bleiben als die Diskurs-Schlachten. Weiterlesen
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