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Bewertung und Kritik zu

EMILIA GALOTTI (15+) 
von Gotthold Ephraim Lessing
Regie: Kay Wuschek 
Premiere: 13. MÄRZ 2018 
Theater an der Parkaue, Berlin
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Emilia GalottiZum Inhalt: Die Liebe des Prinzen Hettore ist entfacht. Nicht für die Gräfin Orsina, seine Geliebte. Auch nicht für eine Frau seines Standes. Nein, sie brennt lichterloh für die Offiziers-Tochter Emilia. Minister Marinelli spinnt sofort Intrigen, um sie dem Prinzen zu beschaffen. Denn Emilia ist vergeben und soll noch heute heiraten. Aber der Prinz kann nicht gut warten und folgt Emilia in die Kirche. Doch was passiert dort? Was sind die Folgen? Wer darf was wissen? Mit einem verliebten Prinzen, einem stolzen Vater und einer eifersüchtigen Gräfin steckt Lessing seine Figuren in ein Pulverfass aus Gefühlen und Macht, in dem der kleinste Funke alles in Brand stecken kann.

Mit Katja Plodzistaya, Ulrich K. Müller, Juschka Spitzer u. a.

Regie: Kay Wuschek
Dramaturgie: Susanne Winnacker, Martin Stefke
Theaterpädagogik: Nils Deventer
Bühne + Kostüme: Juan León


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Unfreiwillige Komik
  · 14.03.18
''Zum Schluss bittet – bei Lessing – Emilia ihren Vater, sie zu töten, nicht aus Angst vor Gewalt, sondern aus Angst vor ihrer eigenen "Verführbarkeit", aus Angst, sich dem Prinzen, der doch gerade ihren Geliebten hat umbringen lassen, hinzugeben. Die Inszenierung scheut sich nicht, Lessing beim Wort zu nehmen, verschiebt aber den Akzent ein wenig von Emilia zum Vater, sodass es so erscheint, als würde der Vater einen "Ehrenmord" begehen, als töte der Vater seine Tochter vor allem, um sie vor Schande zu bewahren und die Ehre der Familie zu retten.

Das jugendliche Publikum weiß nicht recht, wie es damit umgehen soll, und als der Vater seiner Tochter das Messer in den Bauch rammt und danach ausruft: "Gott, was habe ich getan?!" sind ein paar laute Lacher nicht zu überhören. Es ist nicht der einzige Fall von unfreiwilliger Komik, die immer entsteht, wenn allzu viel Pathos auf ein pubertäres Gemüt trifft: Wenn der Ton allzu ehrfürchtig und ernst und auch ein bisschen belehrend daher kommt, dann reagieren Jugendliche nun mal mit Häme und Unruhe, da werden dann auch, je länger der Abend dauert, die Handys gezückt und Nachrichten versendet.

Aber zum Schluss haben sich dann doch alle lieb und das Publikum applaudiert artig und freundlich einer Inszenierung, die sich nicht recht entscheiden kann, was sie wirklich sagen und wie sie das Publikum wirklich bewegen und berühren könnte. Im Vorspann einen Lessing-Monolog über Mitleid und Mitgefühl im Theater zu deklamieren, bewirkt nicht, dass man das auch tatsächlich in der Inszenierung erreicht.'' schreibt Frank Dietschreit auf kulturradio.de
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