Trust. Ein Vertrauens­monopoli

Bewertung und Kritik zu

TRUST. EIN VERTRAUENS­MONOPOLI (9+) 
Ein Zukunftsprojekt von Lajos Talamonti
Regie: Lajos Talamonti
Premiere: 18. Januar 2017 (Uraufführung) 
Theater an der Parkaue, Berlin

Es ist ein Spiel. Ein Spiel um Geld. Über seinen Ursprung, seine Verteilung und sein Verschwinden. Wie kommen Schulden in die Welt? Wer darf darüber entscheiden, wofür das Geld von allen ausgegeben wird? Wofür sind Steueroasen gut? Das Publikum ist selbst der Akteur. Jeder Akteur ist ein Unternehmer. Das Spiel basiert auf Vertrauen. Was aber geschieht, wenn es zu Vertrauenskrisen kommt?

Regie: Lajos Talamonti

Ausstattung: Dominik von Stillfried
Musik: Joscha Eickel
Konzeptionelle Mitarbeit: Kaja Jakstat
Dramaturgie: Karola Marsch
Theaterpädagogik: Irina-Simona Barca


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Trust
  · 22.05.16
Rückblickend wirkt diese Inszenierung wie eine wichtige Entwicklungsetappe von Falk Richter. Die Krisensymptome unserer Gesellschaft verhandelte er schon damals  in elegant choreographierten Szenen, die weiten Raum für Assoziationen lassen. Diesem Abend fehlt aber noch die künstlerische Reife von „Never forever“, das er 2013 mit Nir de Volff an der Schaubühne entwickelte (ausführliche Kritik zu „Never Forever“ hier). Dort verhandelte Falk Richter die Krise des modernen Großstädters auf höherem Niveau: mit stärkeren Dialogen (vor allem von Ilse Ritter, Regine Zimmermann und Tilman Strauß) und noch variantenreicherer Körpersprache der Tanz-Compagnie um Florian Bilbao. Auch der Witz ist in seinem aktuelleren Werk „Never forever“ subtiler.
Es lohnt sich deshalb, beide Inszenierungen zu sehen und zu studieren, wie sich ein Künstler weiterentwickelt und mit den Themen ringt, die ihn umtreiben. Weiterlesen
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