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Bewertung und Kritik zu

STURM UND DRANG (16+) 
von Friedrich Maximilian Klinger
Regie: Kay Wuschek 
Premiere: 24. Mai 2018 
Theater an der Parkaue, Berlin
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Emilia GalottiZum Inhalt: Ein Wirtshaus in Amerika. Drei Männer treten ein. Draußen herrscht Krieg. Eine Runde Punsch für alle. Die Damen pudern sich. Die ältere braucht frische Luft. Drinnen herrscht Krieg. Nach langer Überfahrt sind die drei Reisenden Wild, La Feu und Blasius endlich dem alten Europa entkommen. Immer auf der Suche nach Abenteuer scheint der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg die perfekte Kulisse für ihre Selbstverwirklichung zu sein. Welche Trummerhaufen haben sie hinter sich gelassen? Ist dieses Amerika tatsächlich so anders als ihre Heimat? Alte Freundinnen, alte Feinde, ein Kapitän und sein Sklave, ein Vater und natürlich die Liebe kommen ihnen bekannt vor. Dieser Sturm endet nie!

Mit Mira Tscherne | Caroline Erdmann | Elisabeth Heckel | Jakob Kraze | Johannes Hendrik Langer | Konstantin Bez | Erik Born | Melina Borcherding | Nina Maria Wyss | Denis Pöpping

Regie: Kay Wuschek
Bühne + Kostüme: Joachim Hamster Damm
Sound: Frank Heise
Dramaturgie: Almut Pape
Theaterpädagogik: Uta Sewering


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Eine muntere Verwechslungskomödie
  · 25.05.18
''Die Genderfrage, die Wuschek dem Stoff aufpfropft, wirkt allerdings beliebig. Jedes Stück bietet die Möglichkeit, Rollen gegenläufig zu besetzen, um die Frage nach wahren und gespielten Gender-Identitäten zu stellen – warum es dafür ausgerechnet Klingers eher flache Komödie braucht, mag da nicht recht einleuchten. Es ist so ehrenhaft wie mutig, dass der Intendant diese Stoff-Ausgrabung überhaupt exerziert hat – schließlich ist so eine Arbeit nicht nur im Jugendtheater äußerst selten. Doch wenn man eine triebhafte, sexuelle Verwechslungskomödie erzählen möchte, ist man beim Original, bei Shakespeare, besser aufgehoben. In dessen "Sommernachtstraum" blicken die Figuren sogar selbst nicht mehr durch, welches Geschlecht sie haben, wen sie lieben und begehren.

Wuschek jedoch lässt die Spieler zwar ihren Vätern etwas vorgaukeln, sie selbst aber sind durchaus standfest und wissen ganz genau, was sie wollen. In ihren vertauschten Rollen bilden sie letztlich doch wieder nur dieselben heterosexuellen Paare – von Verunsicherung spricht allein der Single-Mann (bzw. die Single-Frau) Harry, der verlorene Sohn, wenn er mit den Worten abgeht: "Ich muss erst einig mit mir werden, eh’ ichs mit andern werden kann." Anzumerken ist ihm dieser Selbstzweifel auf der Bühne allerdings nicht.

Ein wenig mehr, als nur Rollen- und Kostümtausch hätte sich der Regisseur durchaus einfallen lassen können. Die Jugendlichen amüsieren sich über den einen oder anderen Slapstick – rutschen nach einer Stunde dann aber doch unruhig hin und her, nachdem die Verwechslung längst durchschaut ist. So bleibt’s dann doch zu harmlos, zu vorhersehbar, zu wenig eindrücklich.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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