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Bewertung und Kritik zu

LA DAMNATION DE FAUST
von Hector Berlioz
Regie: Terry Gilliam 
Premiere: 27. Mai 2017 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin
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Unkonventionell kreativ - Terry Gilliam inszeniert »La damnation de Faust« von Berlioz.

Musikalische Leitung: Simon Rattle
Inszenierung: Terry Gilliam
Bühnenbild: Hildegard Bechtler
Kostüme: Katrina Lindsay
Licht: Peter Mumford
Video: Finn Ross
Regiemitarbeit: Leah Hausman
Szenische Einstudierung: Natascha Metherell
Chor: Martin Wright

ca. 2:30 h | inklusive 1 Pause


 
Meinung der Presse zu „La Damnation de Faust“ - Staatsoper Berlin


Die Welt

★★★★☆

FAZ
★★★☆☆

Berliner Zeitung
★★★★☆


Zitty
★★★☆☆

tip
★★★★☆

DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Überflüssig, aber sehenswert
  · 29.05.17
''{Simon Rattle} exzelliert erneut in Qualitäten, für die er bei den Berliner Philharmonikern nicht eben bekannt war: Kantabilität, Klangschönheit und ein nur seltenes Überkonzipieren. So schwelgerisch entspannt erlebt man ihn nur hier – auf Abwegen. Der Abend, kurzum, ist überflüssig, aber sehenswert.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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Teufel, Nazi, Jüdin...
  · 28.05.17
''Leicht und locker, um nicht gar zu sagen liederlich und laut hetzte der Regisseur "sein" Publikum per Zeitraffer durch die französisch-deutsche (Kurz-)Geschichte zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg inkl. Giftgasangriff, Versailler Vertrag, Weimarer Republik, SA, Berliner Olympiade, Reichskristallnacht, Naziterror, Judenstern, Deportation etc. pp. Zunehmend spielt sich "alles" - und wir haben es noch immer mit Berlioz' La damnation de Faust zu tun; ganz nebenbei bemerkt - unter dem Hakenkreuz dann ab; der etwas variierte Plot geht jetzt in etwa diese Richtung hier: Gretchen ist Jüdin und muss sich, damit sie nicht als solche von den Nazis (Faust trägt auch inzwischen eine Hakenkreuzbinde, die ihm Mephisto anempfahl, damit er ungestört ans Gretchen könnte) aufgespürt würde, als Zopfblondchen "maskieren", was natürlich letztlich auffliegt, und so wird sie mit noch vielen andern Juden schließlich ab nach Auschwitz (Güterwagenszene) deportiert... Das Alles wird so derart flapsig und illustrativ, d.h. unter der Aussparung jeglichen Mitgefühls und dem Totalfehlen von Seele, zu uns Publikum über den Graben (wo der Rattle augenblicklich dann die Staatskapelle dirigiert) herüber resp. vor gerotzt, dass einem schlichtweg übel davon wird. Voll ausgebuht, was sonst.'' schreibt Andre Sokolowski am 28. Mai 2017 auf KULTURA-EXTRA
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