From Berlin with Love II (Staatsballett Berlin)

Bewertung und Kritik zu

FROM BERLIN WITH LOVE II 
Staatsballett Gala
Premiere: 18. September 2020 
Staatsballett in der Staatsoper Unter der Linden Berlin 

Zum Inhalt: Gala-Veranstaltungen sind bei Publikum und Akteuren gleichermaßen beliebt, denn es werden choreographische Meisterwerke und Raritäten des Repertoires präsentiert. Die Wesensart der Zurschaustellung, die dem Ballett traditionell eingeschrieben ist, mag den Erfolg erklären, der Gala-Veranstaltungen in der Welt des Balletts immer wieder beschieden ist, denn die pure Energie tanzender Menschen, die ihre Kunst meisterlich beherrschen, teilt sich dem Publikum unmittelbar mit. Emotionen und Virtuosität verschmelzen, und mitunter geht es um den Ausdruck reiner Lebensfreude.

Auf dem Programm der Staatsballett Gala FROM BERLIN WITH LOVE II stehen Auszüge und Suiten aus dem klassischen Repertoire der Compagnie; Damen und Herren des Corps de ballet kehren endlich auch auf die Bühne zurück.

Aus dem Programm:
DON QUIXOTE Suite
Choreographie von Víctor Ullate nach Marius Petipa
SCHWANENSEE Auszüge zweiter Akt und Mazurka
Choreographie von Patrice Bart nach Lew Iwanow und Marius Petipa
GISELLE Auszüge zweiter Akt
Choreographie von Patrice Bart nach Jules Perrot
PAS DE QUATRE
Ballett von Jules Perrot in der Rekonstruktion von Anton Dolin


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Schwelgen im klassischen Repertoire zum Abschluss der Trilogie
  · 19.09.20
Den Abschluss des Staatsballett-Premieren-Reigens bildete am 18. September die Gala „From Berlin with Love II“ in der Staatsoper Unter den Linden. Diese zwei Stunden widmeten sich ganz den Highlights aus dem klassischen Repertoire mit Auszügen aus „Giselle“ oder „Schwanensee“. Für letztere kam auch ein dreiköpfiges Rumpf-Orchester (Lothar Strauß/Violine, Andreas Greger/Violoncello, Alina Pronina/Klavier) zurück in den Graben.

Was den Reiz von „From Berlin with Love I“ ausmachte, fehlte hier im 2. Teil: der Wechsel zwischen Klangfarben, Tanzstilen und Epochen. Das Schwelgen in der Klassik zog sehr viel älteres Publikum an, allerdings vermisste ich diesmal die Abwechslung und Auflockerung durch zeitgenössische Werke.


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