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Bewertung und Kritik zu

LIB / STRONG 
Alexander Ekman / Sharon Eyal
Premiere: 8. Dezember 2019 
Staatsballett in der Staatsoper Unter den Linden, Berlin 

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Zum Inhalt: Alexander Ekman ist bekannt für seine temporeichen, humorvollen Werke, deren Witz er wirkungsvoll in Szene setzt. Ihm ist es wichtig, Themen zu finden, mit denen sich eine Mehrheit seiner Zeitgenossen identifizieren kann, die das Publikum sowohl unterhalten als auch befragen. Seit 2006 widmet er sich dem Choreographieren und ist weltweit gefragt. Erstmals beim Staatballett Berlin zu Gast erarbeitet er eine Uraufführung für die Ersten Solistinnen des Ensembles und einen männlichen Solotänzer. Seit längerem fasziniert von den Kreationen des Haarkünstlers Charlie Le Mindu, insbesondere von dessen Chewbacca-Kostümen, die ihre Trägerinnen vollends in langes Haar hüllen, arbeitet Alexander Ekman erstmals mit ihm zusammen. Sein Stück LIB (in Anlehnung an ›liberation‹, engl. ›Befreiung‹) wäre kein Werk von Alexander Ekman, wenn es nicht eine humorvolle und bizarre Note hätte.

Als vibrierende Experimente an der Grenze zwischen Präzision und vermeintlichem Exzess sind auch Sharon Eyals Choreographien zu beschreiben, die bei Publikum und Tänzern einen Nerv zu treffen scheinen. Die kompromisslose israelische Choreographin hat längst zu einer sehr persönlichen, unverwechselbaren künstlerischen Handschrift gefunden, wurde nicht nur vom Hause Dior zur Gestaltung einer der letzten Modenschauen verpflichtet, sondern erobert zunehmend die europäischen Tanzbühnen. Die emotionale Authentizität, die zur Interpretation ihrer Stücke erforderlich ist, wird sie nun mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts in einer Kreation für Berlin persönlich erforschen.

LIB
Choreographie: Alexander Ekman
Musik: N.N.
Bühne und Licht: Alexander Ekman
Kostüme: Charlie Le Mindu
Umsetzung Licht: Irene Selka
STRONG
Choreographie: Sharon Eyal
Co-Choreographie: Gai Behar
Musik: Ori Lichtik
Bühne: Gai Behar, Sharon Eyal
Kostüme: Rebecca Hytting
Licht: Alon Cohen


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Bizarre Spielerei und roboterhafte Mensch-Maschine
  · 20.12.19
Das nur eine halbe Stunde kurze Stück „Lib“ beginnt mit den grazilen Posen der Diven: jede kleinste Bewegung sitzt minutiös, aber schon beim Zuschauen wird spürbar, wie viel Selbstkasteiung, Härte und Durchhaltevermögen nötig sind, um dieses Niveau zu erreichen.

Die Szenerie wird dadurch aufgelockert, dass plötzlich das haarige Chewbacca-Double aus dem Foyer mit auf die Bühne kommt. Die weiblichen Stars des Hauses verwandeln sich: aus makellosen Ballett-Tänzerinnen, die perfekt einstudierte Bewegungsfolgen präsentieren, werden nun ebenfalls Zottelwesen. Sie setzen sich Perücken auf, lassen sich vom Tanz auf der Spitze in bequemere Modi fallen und sitzen am Ende sehr entspannt als fünf haarige Wesen vorne an der Rampe – Auge in Auge mit dem Publikum.

Ekstatisch geht es nach der Pause bei „Strong“ weiter, der ersten Choreographie, die Sharon Eyal für das Berliner Staatsballet entwickelte. Aus der – von den obligatorischen, aufleuchtenden Smartphone-Displays der Unverbesserlichen gestörten – Dunkelheit taucht eine wogende Masse auf. 50 Minuten lang bewegt sich diese zu einer Mensch-Maschine transformierte Gruppe mit minimalistischen, roboterartigen Bewegungen zu Berghain-Techno-Sound.

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Jubel für beide Uraufführungen
  · 09.12.19
''Das erste Stück des Abends, "LIB" von Alexander Ekman birgt auch ein Sprachspiel in sich, der Titel  kommt von "Liberation", also "Befreiung". Und die Tänzerinnen lösen sich tatsächlich auf sehr kuriose Weise von einer extrem strengen Form. Im ersten Teil dieser Choreographie sieht man vier asketische Damen in engen, hautfarbenen Bodys, die Haare straff nach hinten gebunden, die Gesichter ausdruckslos, die Körper hager, fast skelettös in steif-gliedrigen, winkligen, geometrisch gezirkelten Bewegungen. Sie wirken wie Marionetten und Klone, rigoros und freudlos im Exerzieren ihrer Versteifungen. Bis sich plötzlich ein haariges Monster auf die Bühne wälzt. (...)

Die zweite Uraufführung des Abends stammt von der israelischen Choreographin Sharon Eyal, die dem Staatsballett schon vor einem Jahr eines ihrer Erfolgsstücke überlassen hatte, den Publikumsrenner "Half Life". An diesen Erfolg kann sie nun mit "Strong" anknüpfen, denn es ist ihr gelungen, ihren automatengleichen Androiden-Tanz weiter zu entwickeln.
Die 17 Tänzerinnen und Tänzer zuckeln in schwarzen Dessous-ähnlichen Netz- und Latexkostümen wieder wie Roboter über die Bühne – die Körper in Vollspannung, jeder Muskel verhärtet im eckigen Ruckeln, jedes Körpergelenk verdreht – faszinierend, wie die Tänzer diese extreme mechanische, monotone, technoide Leiber-Maschinerie durchhalten.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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