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Bewertung und Kritik zu

SAMSON ET DALILA
Camille Saint-Saëns
Regie: Damián Szifron 
Premiere: 24. November 2019 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin 

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Zum Inhalt: Feindschaft, Hass und Glaubenskrieg, Macht, Ohnmacht und Begehren: Im Freiheitskampf der Hebräer erhebt Samson als Geweihter Gottes seine Stimme gegen die feindlich gesinnten Philister. Samson scheint unbesiegbar, bis die Liebe zur Philisterin Dalila ihn verwundbar macht. Sie weiß um das Geheimnis seiner außergewöhnlichen Kraft. Auf dem Spiel steht der Verlust der eigenen Identität. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die literarische Vorlage für das Libretto von Ferdinand Lemaire bildet das Buch der Richter aus dem Alten Testament, das von der Unterdrückung des Volkes Israel im palästinensischen Gaza berichtet. Die 1877 in Weimar uraufgeführte Oper unter der Leitung von Franz Liszt zählt mit ihren lyrischen Zustandsschilderungen und den großen Chortableaus zu den beliebtesten Opern der Romantik in französischer Sprache. Trotz der erfolgreichen Uraufführung, in deutscher Übersetzung gelang Saint-Saëns mit »Samson et Dalila« der Durchbruch erst 1890 auf Umwegen in seiner Heimat Frankreich. Neu inszeniert wird das Werk von dem argentinischen Filmregisseur und Drehbuchautor Damián Szifron, der mit seinem Film »Wild Tales – Jeder dreht mal durch« 2015 für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. An der Staatsoper Unter den Linden gibt Damián Szifron mit »Samson et Dalila« in der Spielzeit 2019/20 sein Operndebüt.

Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung: Damián Szifron
Bühnenbild: Étienne Pluss
Kostüme: Gesine Völlm
Licht: Olaf Freese
Video: Judith Selenko
Choreographie: Tomasz Kajdański
Einstudierung Chor: Martin Wright
Dramaturgie: Jana Beckmann


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
The Elina Garanca Show
  · 26.11.19
''Am meisten zu tun hatte jedoch die Diva. Die Oper hätte auch "The Elina Ganranca-Show" heißen können. Und das zu Recht, denn der Komponist hat fast alle guten Einfälle für diese Rolle verbraten. Ihr Mezzo ist tiefer und etwas körniger geworden, aber interessanterweise wird die Stimme von Pauline Viardot, für den Saint-Saens die Rolle konzipiert hat, genauso beschrieben. Und somit stimmts. Ach, diese kehlige vokale Verführungsorgie des zweiten Aktes wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben, eine der Sternstunden meines Opernjahres 2019. Da konnte selbst der großartige Bariton Michael Volle als Oberpriester (Chapeau!) nicht ganz mithalten, wohl aber den Garanca-Effekt verstärken in einem monströs gut gesungenen Duett. Samson alias Brandon Jovanovich hat mich nicht restlos überzeugt, vielleicht weil er seine Kraft für den letzten Akt aufgespart hat (in dem er fabelhaft sang). In den vorausgehenden Liebeszenen war er mir zu lyrisch und hauchig, und zur Strafe wurde er dann auch von der übermächtigen Garanca zum Dessert verspeist.

Kurz: Die Regie mag (im wörtlichen wie übertragenen Sinne) verstaubt sein, aber wenigstens inszeniert hier mal wieder einer das Werk und nicht sich selbst (was in Berlin fast schon wieder exotisch ist). Dass man sich erst durch den grauen Breiberg des ersten Aktes fressen muss, bis man im Schlaraffenland des Zweiten anlangt, das liegt auch am Komponisten. Was solls – man geht ja eigentlich auch wegen des Zweiten hin. Und das sollte man in diesem Fall auch dringenst tun.'' schreibt Matthias Käther auf rbbKultur
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Barbarischer Kitsch
  · 25.11.19
''Im Gegensatz zu Regisseur Damián Szifron, welcher den ersten Teil der neuesten Berliner Samson et Dalila als barbarisch-eintönigen Kitsch (Ausstattung: Étienne Pluss, Gesine Völlm) verabsolvierte und im zweiten Teil mit etwas heutigendem Folter- und IS-Feeling einem gewissen Zeitgeist frönen wollte (was dann allerdings total missriet!), gelang es Barenboim dann wenigstens rein musikalisch pluszupunkten; mit den zwei ProtagonistInnen Brandon Jovanovich & Elīna Garanča schien er ganz gezielt das größte Los des Abends gezogen zu haben, wobei die Garanča noch um einen Deut genialer als ihr Titelpartner wirkte, schon allein wegen ihres doch etwas unterkühlten Typs, der wiederum dieser arg tückischen Gestalt Dalilas sehr, sehr, sehr entgegenkam, und überhaupt klingt die Garanča-Stimme derzeit so, als wäre sie auf ihrem Absolutzenit, einfach grandios!!

Ansonsten machte noch Michael Volle (als gemeingefährlicher und irrwitziger Dagon-Priester) übermäßig auf sich aufmerksam. Ja und die Staatskapelle Berlin, die alles immer allgut musiziert, verdiente wieder ihr obligatorisches Routine-Lob. Allein der vor sich hin und aus sich raus vibrierende Staatsopernchor (Choreinstudierung: Martin Wright) klang - wegen des unüberhörbaren Dauervibratos - stellenweise fast zum Weghören. Und warum werden eigentlich dann immer noch so altgediente Hasen wie Kwangchul Youn und Wolfgang Schöne mit so Gastrollen versorgt, obwohl ihre gesanglichen Sternstundenexistenzen weit ins vorige Jahrtausend ragten? Unerklärlich alles das.'' schreibt Andre Sokolowski am 25. November 2019 auf KULTURA-EXTRA
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