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Bewertung und Kritik zu

SCHNEEWITTCHEN
von Wolfgang Mitterer nach Engelbert Humperdinck
Regie: Constanze Albert 
Premiere: 13. März 2019 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin 

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Zum Inhalt: »Spieglein, Spieglein an der Wand«: Das allbekannte Grimm’sche Märchen um die böse Stiefmutter, ihre Eifersucht auf Schneewittchens Schönheit, die sieben Zwerge und den vergifteten Apfel hat zahlreiche Bearbeitungen erfahren. Nur wenig bekannt ist, dass sich auch Engelbert Humperdinck, der Schöpfer der »Hänsel und Gretel«-Oper, mit diesem Stoff beschäftigt hat. 1888, noch vor seiner weltberühmten Märchenoper, arbeitete er an einem Liederspiel über das Märchen von Schneewittchen, zu dem ihm wie bei »Hänsel und Gretel« seine Schwester Adelheid Wette ein Libretto verfasst hatte. Weit gekommen ist Humperdinck aber nicht, lediglich vier Lieder sind aus diesem Märchenspiel überliefert.

Der österreichische Komponist Wolfgang Mitterer, dessen Brüder-Grimm-Oper »Das tapfere Schneiderlein« bereits 2012 in der Werkstatt im Schiller Theater zu erleben war, machte sich 2016 daran, Humperdincks Fragment nach dem ursprünglichen Libretto zu vervollständigen. Für die fehlenden Partien bediente er sich musikalisch bei Humperdincks anderen Märchenopern »Hänsel und Gretel«, »Dornröschen« und »Die Königskinder«. Die Schicht aus originaler Musik Humperdincks, gesetzt für Klavier, Kontrabass und Perkussion, konfrontiert er mit einer ganz anderen Klangwelt aus elektronischen Zuspielungen. Neben vier Sängerinnen und Sängern, die in die wechselnden Rollen des Märchens schlüpfen, dürfen natürlich nicht die sieben Zwerge fehlen: Sie werden von Kindern des Kinderchors der Staatsoper verkörpert, die Schneewittchen beim Kampf gegen die böse Königin tatkräftig unterstützen.

Musikalische Leitung: Symeon Ioannidis
Inszenierung: Constanze Albert
Bühnenbild: Claudia Noack
Kostüme: Ingrid Leibezeder
Choreographie: Gail Skrela
Licht: Simone Oestreicher
Einstudierung Kinderchor: Vinzenz Weissenburger
Dramaturgie: Benjamin Wäntig


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Grimm bleibt Grimm
  · 14.03.19
''Die Regisseurinnen Constanze Albert und Gail Skrela legen Wert auf Wortwitz. So bezeichnen sich die sieben Zwerge rundheraus als "Bergwerksingenieure" – was nun vollends zum Lachen ist, wenn man die sieben Kindersoprane daneben sieht, die sich ganz allerliebst die grau angeklebten Zuppelbärte kraueln. Der vagabundierende Prinz hört auf den schönen deutschen Namen "Horst" – worauf er sich von den Zwergen belehren lässt, das gehe nun aber so nicht in einem Märchen ... Da haben sie recht.

Ein Keyboard-Trio übt sich in musikalischem Understatement. Das ist ein Problem, da Humperdinck den vollen Orchestersatz braucht, um gut zu wirken. So wie es ist, erwecken die unterkomplexen Harmonien der Eindruck, dass es in Humperdincks (schmalem) Oeuvre ein enormes Niveaugefälle gibt. Und dass aus "Schneewittchen" so oder so kein Meisterwerk geworden wäre.

Trotzdem, von wegen "Wer hat von meinem Tellerchen gegessen, wer hat aus meinem Becherchen getrunken ...": Grimm bleibt Grimm. Und für Humperdinck-Sammler ist die Produktion ein kleines Goldstück.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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