Tosca

Bewertung und Kritik zu 

TOSCA 
von Giacomo Puccini
Regie: Alvis Hermanis 
Premiere: 5. Oktober 2014
Staatsoper Unter den Linden Berlin

Zum Inhalt: Als der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi heimlich einem politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen versucht, glaubt seine Geliebte, die berühmte Sängerin Floria Tosca, er betrüge sie mit einer anderen Frau. Der skrupellose Polizeichef Scarpia nutzt ihre Eifersucht, um Cavaradossi zu überführen und verlangt anschließend im Gegenzug für die Freilassung des Geliebten eine Nacht mit Tosca.
Mit einer stringenten Dramaturgie und ausgeprägtem Realismus schuf Puccini eines seiner schroffsten und dramatischsten Werke – einen Meilenstein der Operngeschichte. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Napoleons Revolutionsheer und den habsburgisch-päpstlichen Truppen im Jahr 1800, der den Protagonisten der Oper zum Verhängnis wird, entführt Puccini den Zuhörer akustisch ins Zentrum Roms: in die Kirche Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg, denen der Komponist je ein eigenes musikalisches Kolorit verlieh.

In der Inszenierung des lettischen Schauspielregisseurs Alvis Hermanis bewegen sich die Sängerinnen und Sänger in einer psychologisch dichten Erzählung, verlegt in die Entstehungszeit der Oper um 1900. Die szenische Darstellung wird durch einen aufwendig gestalteten Graphic Novel der Bühnen- und Kostümbildnerin Kristine Jurjane ergänzt, der an den Originalschauplätzen des 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt und auf ein Bühnenbild von monumentaler Repräsentationsarchitektur projiziert wird.

Musikalische Leitung: Simone Young / Marco Armiliato
Inszenierung: Alvis Hermanis
Regiemitarbeit: Gudrun Hartmann
Bühnenbild, Kostüme: Kristīne Jurjāne
Licht: Gleb Filshtinsky

TRAILER


 
Meinung der Presse zu 

„Tosca“

Staatsoper Unter den Linden Berlin


Die Welt

★☆☆☆☆

FAZ
★★★☆☆

Süddeutsche Zeitung
★★★☆☆

Berliner Zeitung
★★☆☆☆

Zitty
★★☆☆☆

tip
★☆☆☆☆

DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Enttäuschende Inszenierung
  · 29.10.22
Orchester und Darsteller möchte ich von der Kritik ausnehmen, bis auf Marcelo Alvarez, dessen Versagen das musikalische Niveau maßgeblich geschwächt hat. Sein gewaltsames Schreien, um die höheren Lagen zu erreichen, war wenig ergötzlich.

Hauptkritikpunkt ist jedoch die "Diashow", die offensichtlich das sparsame Bühnenbild ergänzen soll. Aber sie ergänzt nicht, sondern verstört. Ein absolut dummer Einfall, der das eigentliche Geschehen auf der Bühne beeinträchtigt!

Besonders einfallslos empfand ich das Bühnenbild des 3. Aktes und die wenig gelungene Schlussszene. Die Dramatik der Musik fand auf der Bühne keine Entsprechung.

Auch der/die Inspizient/-in hatte hin und wieder Probleme. Ein Abend, der nicht dem Niveau entsprach, den man von der Staatsoper erwartet!
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